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05.01.16 , 15:01 Uhr
B 90/Grüne

Anke Erdmann zum Arbeitspapier des Bildungsministeriums zur Inklusion

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Nr. 002.16 / 05.01.2016
Daueraufgabe Inklusion
Zur heutigen (5.1.2016) Pressekonferenz der Bildungsministerin Britta Ernst zur Inklu- sion an Schulen sagt die schulpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grü- nen, Anke Erdmann:
Die Pressekonferenz der Ministerin macht deutlich: Inklusion ist für diese Landesregie- rung Daueraufgabe und Kernthema.
Besonders gut ist, dass die Arbeit der Schulassistenzen in 2016 Fahrt aufnehmen kann. Die Schulen hatten im Bildungsdialog um eine solche Unterstützung gebeten, in einem Jahr können wir auf die ersten Erfahrungen zurückblicken.
Es ist gut, dass die Ministerin sich vom Konzept der Zentren für Inklusive Bildung ver- abschiedet hat – eine Idee, die mehr Fragen aufgeworfen hat als Antworten zu geben. Wir brauchen auch zukünftig Förderzentren, auch wenn die Aufgaben sich weiter ver- ändern werden. Zum Beispiel sind die Chancen durch Kooperationen mit allgemeinbil- denden Schulen noch nicht ausgeschöpft. Projekte wie die enge Zusammenarbeit von Grundschule und Förderzentrum G in Ahrensburg oder aber des Gymnasiums Ueter- sen mit dem örtlichen Förderzentrum G zeigen, dass unsere Schulen weiter neue We- ge gehen, um allen Kindern noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu kön- nen.
Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, gerade auch bei der Ausstattung der Schulen. Schleswig-Holstein liegt im Vergleich der Bundesländer auf dem zweiten Platz bei der sogenannten Inklusionsquote, aber auf dem vorletzten Platz bei den Ausgaben pro SchülerIn – Stand 2012. Seitdem steuern wir um: Durch mehr als 500 Schulassis- tenzen an Grundschulen, durch rund 17 Mio. Euro mehr für Schulsozialarbeit, durch Zusatzstunden in der präventiven Eingangsphase, durch zusätzliche Stellen für Lehr- kräfte, auch und besonders zusätzlichen Förderlehrkräften.
Seite 1 von 2 Künftig brauchen wir eher mehr als weniger Förderlehrkräfte. Schon jetzt ist der Fach- lehrermarkt „sehr übersichtlich“. Von den zusätzlichen Ausbildungsplätzen für Lehrkräf- te muss ein erkennbarer Teil für den Bereich der Förderlehrkräfte verwendet werden. Dass die Uni Flensburg angekündigt hat, die Kapazitäten im Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik zu erhöhen, ist ebenfalls ein guter Schritt.

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