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Marlies Fritzen zum Jagd- und Artenschutzbericht 2015
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 005.16 / 06.01.2016 Artenschutzbericht: Erfolge in Teilbereichen, aber insgesamt keine TrendwendeZum heute vorgestellten Jagd- und Artenschutzbericht 2015 sagt die umwelt- und jagd- politische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Frit- zen:Erfolge in Teilbereichen beim Artenschutz, aber insgesamt keine Trendwende, dies ist die Botschaft des Jagd- und Artenschutzberichtes 2015.Es ist erfreulich, wenn intensive Schutzbemühungen bei einzelnen Arten Erfolge zei- gen. Dafür meinen ausdrücklichen Dank und meine Anerkennung an alle, die haupt- und ehrenamtlich daran mitgewirkt haben und weiter mitwirken. Umso frustrierender ist es, wenn diese Bemühungen bei einigen Greifvogelarten zunehmend durch Vergiftung- sattacken zunichte gemacht werden. Dies ist abscheulich und muss strafrechtlich ver- folgt werden. Darüber hinaus müssen wir aber auch überlegen, mit welchen Maßnah- men wir diesem sonst noch begegnen können.Die Jagdstrecken beim Niederwild und die nach wie vor schwierige Situation bei den Wiesenvögeln sind das Resultat einer weitgehend ausgeräumten Agrarlandschaft in weiten Teilen des Landes. Ich stimme in dem Punkt mit meinem CDU-Kollegen Heiner Rickers überein. Diese seit Jahrzehnten anhaltende Entwicklung ist allarmierend. Dies aber wie Rickers auf die Ausweitung der Naturschutzflächen zu schieben, ist eine völlig verquaste Logik, der niemand folgen kann. Wir brauchen mehr und nicht weniger Na- turschutz, um eine Trendwende beim Artenschwund herbeizuführen.Artenschutzmaßnahmen alleine werden es allerdings nicht reißen. Hinzukommen muss eine Landbewirtschaftung, die auch in der Fläche den Arten mehr Raum gibt, eine flä- chenschonende Bauleit- und Infrastrukturplanung und eine stärker am Schutz der bio- Seite 1 von 2 logischen Vielfalt ausgerichtete Jagdausübung. Daraufhin ist auch die Liste der jagdba- ren Arten zu überprüfen. *** 2