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Marret Bohn zur Situationen in der Pflege
Presseinformation Landtagsfraktion Es gilt das gesprochene Wort! Schleswig-Holstein TOP 45 – Situationen in der Pflege Pressesprecherin Claudia Jacob Dazu sagt die gesundheitspolitische Sprecherin Landeshaus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Düsternbrooker Weg 70 24105 KielMarret Bohn: Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 031.16 / 21.01.2016Pflege ist die Herausforderung unserer ZeitPflege ist die Herausforderung unserer Zeit. Dieser Herausforderung stellt sich die Küs- tenkoalition. Im Jahr 2013 erhielten in Schleswig-Holstein fast 90.000 Schleswig- HolsteinerInnen Leistungen aus der Pflegeversicherung. In wenigen Jahren werden es 130.000 sein. Das ist eine Zunahme um fast 50 Prozent. Wenn wir wollen, dass Pfle- gebedürftige nicht von Pflegerobotern, sondern von guten Pflegekräften gepflegt wer- den, dann muss gehandelt werden. Und wir handeln.2013 arbeiteten fast 40.00 Menschen in Schleswig-Holstein in der Pflege. Die Anzahl der frei werdenden Stellen wird steigen. Der Bereich Gesundheit und Pflege ist damit der Jobmotor Nr. 1. Und junge Menschen, die einen krisenfesten, sicheren Arbeitsplatz suchen, sind gut beraten, bei der Berufswahl die Pflege zu berücksichtigen. Wobei ich auch finde, dass die Arbeitsbedingungen noch weiter verbessert werden müssen. Das ist unsere Aufgabe und die nehmen wir sehr ernst.Ein Fünftel der in der Pflege Beschäftigten sind 55 Jahre und älter. Das Problem liegt auf der Hand. Immer mehr Menschen mit Pflegebedarf, aber bei weitem nicht genug Pflege(fach)kräfte.Die Küstenkoalition hat diese Situation erkannt. Wir stellen uns dieser Herausforde- rung! In unserem Koalitionsvertrag haben wir uns darauf verständigt, welche Aufgaben auf der Landesebene bewältigt werden können. Unsere Bilanz lässt sich sehen:Erstens - Pflegekammer: Die Pflegekammer. Endlich ist Schluss damit, dass über den Kopf der Pflegekräfte hin- weg über sie entschieden wird. Wir können stolz drauf sein, dass wir nach Rheinland- Pfalz das zweite Bundesland sind, das eine Pflegekammer bekommt. Und weitere Seite 1 von 2 Bundesländer folgen. Das freut mich sehr. Sie führt zu einer demokratischen Beteili- gung an Entscheidungen. Sie ist kein Allheilmittel, aber sie ist eine eigene Stimme für die Pflege. Endlich!Zweitens - Pflegedokumentation: Beim Thema Dokumentation geht es konkret um die Entlastung der Pflegekräfte. Beim Modellprojekt der Bundesregierung ist Schleswig-Holstein mit acht Einrichtungen sehr gut vertreten. Mehr Zeit für den Menschen, weniger fürs Papier. Das ist das Ziel. Auch da geht es Schritt für Schritt voran.Drittens - Pflegeausbildung: Die Anzahl der Ausbildungsplätze haben wir erhöht. Bis wir regiert haben, mussten vie- le junge Menschen Geld mitbringen für die Ausbildung im Mangelberuf Pflege. Wir haben das System vom Kopf auf die Füße gestellt. Wer eine Ausbildung in der Pflege machen möchte, ist uns allen willkommen. Wir fördern die Ausbildung in der Pflege mit Landesmitteln.Viertens - Pflegeberufegesetz: Bei der Ausbildungsreform ist es leider so, dass der von der Bundesregierung vorgeleg- te Entwurf nicht nach den Sternen greift. Er scheint mir eher, der kleinste gemeinsame Nenner der großen Koalition zu sein. Hier muss einiges nachgebessert werden. Auch bei diesem Thema werden wir uns für die Pflege stark machen.Fünftens - Duales Studium: Auf Landesebene haben wir dafür gesorgt, dass der erste Jahrgang von Studierenden sein Pflegestudium aufgenommen hat. Ich freue mich über jeden und jede Einzelne. Sie werden alle dringend gebraucht.Sechstens - Tagespflege: Die Anzahl der Tagespflegeplätze hat sich mit insgesamt 1.500 Plätzen mehr als ver- vierfacht. Auch das ist ein gutes Zeichen für die Pflege. Viel ist geschafft. Es gibt aber weiterhin viel zu tun. Die Pflege ist die Herausforderung unserer Zeit. Das Thema Pfle- ge ist bei der Küstenkoalition in guten Händen. Wir packen es an. *** 2