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Bernd Voß zu Glyphosat in Bier
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Zentrale: 0431 / 988 – 1500 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 104.15 / 25.02.2016Herbe Schlappe für das ReinheitsgebotZur Untersuchung auf Glyphosat-Rückstände in Bier des Umweltinstituts München sagt der verbraucherschutzpolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:Hopfen, Malz, Hefe und Wasser – das sind seit 500 Jahren die Zutaten von Bier. So sind sie im deutschen Reinheitsgebot verbrieft, so erwarten es auch die VerbraucherIn- nen. Auch wenn der Bundesminister öffentlichkeitswirksam die Menge von 1000 Litern als gesundheitsgefährdende Menge ausgibt: Niemand schenkt sich gerne Glyphosat ein. Glyphosat hat im Bier rein gar nichts zu suchen.Nun schicken sich die europäischen MinisterInnen an, die Zulassung für Glyphosat um weitere 15 Jahre zu verlängern. Gegen den Widerstand erheblicher Teile der Zivilge- sellschaft. Sollte dies passieren, so muss wenigstens sichergestellt sein, dass die Vor- ernte- und Vorsaatbehandlung europaweit verboten werden. Dies wäre zumindest ein erster Schritt zur Reduzierung der Belastung.Ferner muss in den Verhandlungen zu TTIP und anderen Freihandelsabkommen da- rauf gedrungen werden, dass Importe aus Drittländern unseren europäischen Stan- dards entsprechen. Dies muss nicht nur vertraglich garantiert sondern auch überprüft werden. Die Untersuchung auf Glyphosatrückstände ist, im Vergleich zu anderen Pflan- zenschutzmitteln, aufwändig und teuer. Diese Kosten dürfen nicht dazu führen, dass uns die vielfach höheren Glyphosat-Grenzwerte der USA verordnet werden. So liegt zum Beispiel der Grenzwert für Glyphosat im Trinkwasser in den USA um das 7000- fache höher als in Deutschland. *** Seite 1 von 1