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22.06.20
14:06 Uhr
SPD

Birte Pauls: 16% aller Covid-19-Infizierten in Schleswig-Holstein arbeiten in medizinischen oder pflegerischen Berufen

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 1305 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de PRESSEMITTEILUNG #198 – 22. Juni 2020

Birte Pauls: 16% aller Covid-19-Infizierten in Schleswig-Holstein arbeiten in medizinischen oder pflegerischen Berufen Zur Antwort der Landesregierung auf unsere Kleine Anfrage „Infektionen beim medizinischen und pflegerischen Personal mit dem Coronavirus in Schleswig-Holstein, Drs. 19/ 2200“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls: „16 Prozent! 16% aller Covid-19-Infizierten in Schleswig-Holstein arbeiten in medizinischen oder pflegerischen Berufen. Das muss man sich mal vorstellen. Die Zahl geht aus meiner Kleinen Anfrage hervor. Schade ist, dass die Antwort am Freitag, während der Landtagsdebatte, noch nicht vorlag. Das hätte der Debatte zu unserem Antrag „Regelmäßige Tests auf SARS-CoV-2 für Sozialberufe ermöglichen“ nochmal Schwung gegeben und verdeutlich, wie wichtig regelmäßige Tests sind. Es verwundert mich zudem, dass der Minister während meiner Rede dazwischen rief, dass die Antwort auf die Kleine Anfrage bereits von ihm unterschrieben wurde. Er kannte die Zahlen also auch – erwähnt hat er sie im Landtag nicht. Waren die Zahlen zu überzeugend? Hätte man unserem Antrag dann zustimmen müssen? Warum wurden die Zahlen nicht genannt und warum wurde unser Antrag abgelehnt, wenn die Problematik so bekannt ist? Kurz nach der Debatte im Landtag habe ich die Antwort auf meine Kleine Anfrage dann erhalten:
„Insgesamt wurden 510 Personen als infiziert erfasst, die in Einrichtungen nach §23 IfSG (medizinische Einrichtungen inklusive ambulanter Intensivpflege) und §36 IfSG (u.a. Pflegeeinrichtungen und Eingliederungshilfe) tätig sind.“
Von diesen 510 Personen, sind 341 Betroffene aus der ambulanten Intensivpflege und 169 aus Pflegeeinrichtungen oder der Eingliederungshilfe. Die Zahlen zeigen uns, dass besonders Beschäftigte in sozialen Berufen, die auf Körperkontakt während ihrer Tätigkeiten nicht verzichten können, einem deutlich höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Gleichzeitig birgt eine unentdeckte Infektion Gefahr für die von ihnen zu betreuenden Menschen. Mir ist klar, dass ein aktuelles negatives Testergebnis keine komplette Sicherheit bringt. Trotzdem ist eine regelmäßige Testung aller derer, deren Tätigkeit ohne Körperkontakt nicht möglich ist, sinnvoll. Schade, dass das mit Jamaika (noch?) nicht möglich war.“



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