Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Christopher Vogt: Wo bleiben die großen Initiativen zur Stärkung der Medienkompetenz?
08.01.2026 | MedienChristopher Vogt: Wo bleiben die großen Initiativen zur Stärkung der Medienkompetenz? Zur erneuten Forderung von Daniel Günther nach einem Verbot aller Sozialen Medien für unter 16-jährige erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:„Bei der Problembeschreibung hat Daniel Günther ja durchaus Recht: Es gibt ein ernsthaftes Problem durch ungesunde Mediennutzung – gerade bei Kindern und Jugendlichen. Sein Vorschlag geht jedoch am Problem vorbei. Die Lösung des Problems muss in erster Linie bei der Stärkung der medialen, sozialen und politischen Fähigkeiten liegen und nicht bei unrealistischen Verboten. Die jungen Menschen müssen durch angemessene Bildung und Aufklärung zu mündigen Bürgern erzogen werden, die sich souverän in der digitalen Welt bewegen können. Eine Ausweitung des Nanny-Staates braucht es ganz sicher nicht. Es kann nicht nur um Bevormundung gehen, sondern es muss um Befähigung gehen.Kinder und Jugendliche müssen altersgerecht an die digitale Welt herangeführt werden. Die Umsetzung eines Nutzungsverbots der Sozialen Medien, zu denen übrigens auch WhatsApp zählt, bis zum 16. Geburtstag ist nicht realistisch und auch nicht sinnvoll. In Schleswig-Holstein darf man bereits mit 16 das Parlament wählen, soll sich dann aber im Wahlkampf als Erstwähler nach dem Willen des Ministerpräsidenten nicht in Sozialen Medien informieren dürfen? Das wäre ja ziemlich absurd.Man sollte nicht auch alle Soziale Medien pauschal in einen Topf werfen, sondern endlich eine vernünftige Aufsicht und Regulierung bei Internet-Giganten wie TikTok organisieren. Es ist absurd, dass für die Aufsicht über TikTok bei uns noch immer die Medienanstalt Hamburg/Schleswig- Holstein zuständig ist und nicht die EU. Da fehlt die Augenhöhe bisher völlig und das ist unverantwortlich.Die Aufgabe des Ministerpräsidenten liegt nicht in erster Linie darin, Probleme zu beschreiben und für deren Lösung an andere staatliche Ebenen zu appellieren. Der Ministerpräsident muss auch endlich seine eigenen Hausaufgaben machen. Wo bleiben denn die großen Initiativen der Landesregierung zur Stärkung der Medienkompetenz in den Schulen? Wo bleiben unterstützende Aufklärungsangebote für die Familien? Man kann nicht die Unterrichtsversorgung durch den Abbau hunderter Lehrerstellen absenken und dann glauben, dass sich die Medienkompetenz der Jugendlichen am 16. Geburtstag schon irgendwie von selbst entwickelt. Das ist keine verantwortungsvolle Politik, die diese Landesregierung betreibt. Wie wichtig die Stärkung der Medienkompetenz ist, hat Daniel Günther mit Blick auf einige Abgeordnete ja eigentlich selbst sehr zutreffend beschrieben.“ Christopher Vogt Vorsitzender Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de