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Dagmar Hildebrand: Alkoholproblemen in Schleswig-Holstein kraftvoll begegnen
Alkoholmissbrauch | 13.01.2026 | Nr. 4/26Dagmar Hildebrand: Alkoholproblemen in Schleswig-Holstein kraftvoll begegnen Gemäß den aktuellen Zahlen des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) steht Schleswig-Holstein im Vergleich zu fast allen anderen Bundesländern im Westen der Republik nicht gut da: 2023 gab es nach bifg-Analyse hierzulande 16,2 Menschen je 1.000 Einwohner ab 18 Jahren mit einer diagnostizierten Alkoholerkrankung. Das Land Hamburg weist den gleichen Wert auf. Die Werte in allen östlichen Ländern inklusive Berlin liegen höher. Im Westen steht jedoch nur noch Bremen mit einem Anteil von 18,4 Personen pro 1.000 Einwohner noch schlechter da.Hierzu erklärt die drogen- und suchtpolitische Sprecherin Dagmar Hildebrand:„Die Analyse der Barmer vermittelt uns eine traurige, erschreckende Botschaft: In unserem Land zwischen den Meeren leiden deutlich zu viele Menschen an einer diagnostizierten Alkoholerkrankung. Dementsprechend müssen wir darauf achten, dass wir dem Problem gerade im Präventionsbereich kraftvoller begegnen. Die von CDU- und SPD-Gesundheitspolitikern im Bundestag aufgeworfene Erhöhung der Alkoholbesteuerung kann dabei ein wichtiger Schritt sein. Tatsächlich wurden die entsprechenden Steuersätze zuletzt im Januar 2018 angepasst und haben ihre Lenkungswirkung fast vollständig verloren. Fakt ist: Alkohol ist in Deutschland billiger als fast überall in Europa. Und insbesondere bei hochprozentigem Alkohol ist das Suchtrisiko sehr hoch, von den damit einhergehenden schweren Erkrankungen ganz zu schweigen.Darüber hinaus sollten wir dringend das so genannte „begleitete Trinken“ abschaffen, wonach Jugendliche ab 14 Jahren in Begleitung etwa der Eltern Bier und Wein kaufen und trinken dürfen. Diese Regelung steht zwar immer noch im aktuellen Jugendschutzgesetz, stammt aber aus dem Jahr 1952 und ist alles andere als zeitgemäß. Erziehungsberechtigte sollen die Kinder und Jugendlichen nicht an den Alkohol heranführen, sondern davon weg. Das „Trinken“ ist weder ein Erwachsenenritual, noch sollte es weiterhin gesellschaftlich akzeptiert werden.Ansonsten gilt: Menschen im Alter von 60-69 Jahren sind besonders von riskantem Alkoholmissbrauch betroffen, Männer mehr als doppelt so stark wie Frauen. Zudem weist die Barmer-Analyse auch auf den Bildungsgrad und das Einkommen hin. Sind beide Faktoren hoch, besteht demnach ein deutlich geringeres Risiko, alkoholabhängig zu werden.“ Seite 1/1 Pressesprecher Max Schmachtenberg | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de