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Malte Krüger zu Gewalt an Schulen
Presseinformation Nr. 26.013 28.01.2026Es gilt das gesprochene Wort!TOP 47 – Gewaltmonitoring (GEMON) im Schuljahr 2024/26Dazu sagt der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Malte Krüger:Gewalt an Schulen – Kinder brauchen Unterstützung Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen,jede Gewalttat an Schulen ist eine zu viel. Sie erschüttert die Schulgemeinschaft, die betroffenen Lehrkräfte und Schüler*innen. Sie zeigt auch, wie wichtig Präventionsarbeit und funktionierende Hilfen sind.Die GEMON Datenbank hat im vergangenen Schuljahr 780 Gewaltvorfälle an Schulen gezählt, das sind immerhin deutlich weniger als noch im Vorjahr. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass GEMON nicht alle Konflikte an Schulen erfasst, sondern ausschließlich schwere Vorfälle dokumentiert, die Ordnungsmaßnahmen nach § 25 SchulG nach sich ziehen. Für eine belastbare statistische Vergleichbarkeit braucht es aber diese klaren und einheitliche Erfassungskriterien, denn es wäre nicht zielführend, wenn an einer Schule jeder Pausenhof-Schubser gemeldet wird, während an einer anderen nur die gravierendsten Fälle in die Statistik eingehen.Trotz der einheitlichen Erfassungskriterien unterscheiden sich die Zahlen stark nach Schulart, Region und Ursachen. Förderzentren und Gemeinschaftsschulen melden besonders viele Fälle. 86 Prozent sind männlich und die meisten Fälle findet man in den Klassen 1 bis 4. Auffällig ist, dass in fast der Hälfte der Fälle ein sonderpädagogischer Förderbedarf genannt wird, in rund 42 Prozent eine psychische Belastung. Diese GEMON-Zahlen zeigen, Kinder und Jugendliche, die gewalttätig werden, haben oft selbst große Belastungen und brauchen Angebote. Gerade in zwei Förderzentren, die mehr als 70 Vorfälle gemeldet haben, braucht es gezielte Unterstützung. Aus der bloßen statistischen Erhebung müssen hier konkrete Präventions- und Hilfsangebote folgen, um die Schulen zu entlasten. Bei Gewalt an Schulen setzen wir auf langfristige Prävention. Eine gute Kindheit ist das beste Schutz, selbst nicht gewalttätig zu werden. Das bedeutet frühe Hilfen für Familien, starke Jugendhilfe, Sozialarbeit an jeder Schule, Fortbildungen für Lehrkräfte und Kooperationen zwischen Schule, Polizei und Jugendhilfe.Insgesamt vier von fünf Schulen melden keine Gewaltvorfälle. In ganz Neumünster wurde nur ein Fall gemeldet. Das Monitoring ist sicherlich nicht vollständig, aber ein guter Hinweisgeber, um auf Kinder- und Jugendgewalt faktenbasiert und gezielt reagieren zu können.Vielen Dank!***Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 KielT 0431 988 1503 M 0172 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de sh-gruene-fraktion.de