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10.02.26 , 14:45 Uhr
SPD

Thomas Hölck: Die Nachfrage steigt, das Angebot schrumpft

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de
PRESSEMITTEILUNG 25 – 10.02.2026
Thomas Hölck Die Nachfrage steigt, das Angebot schrumpft Zur aktuellen Situation der Wohnraumförderung in Schleswig-Holstein erklärt der wohnungsbaupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thomas Hölck:
„Die Landesregierung steuert wohnungsbaupolitisch sehenden Auges auf die nächste Eskalationsstufe zu. Nicht, weil wir zu wenig gewarnt hätten, sondern weil Schwarz-Grün zusieht, wie immer mehr sozial gebundener Wohnraum verschwindet. Zwischen 2026 und 2030 fallen rund 18.700 Wohnungen aus der Belegbindung. Um diesen Kahlschlag auch nur auszugleichen, müssten jedes Jahr 3.740 neue Wohnungen entstehen. Hinzu kommt noch der ohnehin bestehende Bedarf. Das allein zeigt: Wir sind längst an dem Punkt vorbei, an dem Angebot und Nachfrage in Schleswig-Holstein noch in irgendeinem Verhältnis zueinanderstehen. Anstatt angemessen gegenzusteuern, verschärft die Günther-Regierung Lage weiter. Nicht genug, dass Sozialwohnungen reihenweise aus der Bindung fallen, auch bei der Förderung wurde der Rotstift angesetzt. Die Gewinne der Investitionsbank Schleswig-Holstein fließen nicht in neue Wohnungen, sondern dienen dazu, einen selbstverschuldeten Haushaltsmurks notdürftig zu flicken. Schwarz-Grün setzt damit bewusst auf kurzfristige Haushaltstricks statt auf nachhaltige Lösungen.
Die Rechnung zahlen andere: steigende Mieten, wachsende soziale Spaltung und ein Wohnungsmarkt, der für immer mehr Menschen schlicht unzugänglich wird. Besonders hart trifft es jene, die ohnehin kaum finanziellen Spielraum haben. Das betrifft in erster Linie Menschen mit geringem Einkommen, Alleinerziehende oder Studierende. Für sie sind marktübliche Mieten längst ein Synonym für Verdrängung geworden. Wer den sozialen Wohnungsbau weiter vernachlässigt, riskiert mehr als nur steigende Quadratmeterpreise. Ohne ausreichend bezahlbaren Wohnraum droht außerdem ein weiterer Anstieg der Obdachlosigkeit. Der immer stärkere Abbau von Sozialwohnungen ist der Einstieg in eine gefährliche Abwärtsspirale, die den sozialen Zusammenhalt ernsthaft beschädigt. Die Nachfrage steigt, das Angebot schrumpft. Die Günther-Regierung muss jetzt endlich wirksam eingreifen. Alles andere ist politisches Wegducken mit absehbaren Folgen.“



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