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27.02.26 , 12:51 Uhr
CDU

Rasmus Vöge: TOP 27: Für eine sichere, faire und zukunftsfähige Führerscheinausbildung

Führerschein | 27.02.2026 | Nr. 72/26
Rasmus Vöge: TOP 27: Für eine sichere, faire und zukunftsfähige Führerscheinausbildung Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir stehen heute vor einer wichtigen Reform, die unser Mobilitäts- und Verkehrssystem zukunftsfähig machen soll. Der Führerschein ist ein sehr wichtiges Thema und viel mehr als ein Stück Papier oder eine Plastikkarte – er ist bei uns im Flächenland Schleswig-Holstein der Schlüssel zu Mobilität, Unabhängigkeit und für viele Pendler auch Grundlage für den Job. Er ist bedeutend für die Zuverlässigkeit im Alltag und Sicherheit für jeden Verkehrsteilnehmer.
Deshalb ist es unsere Aufgabe, dieses Instrument so modern und gerecht wie möglich zu gestalten. Der Zeitpunkt unserer Debatte ist genau richtig, da der Bund auch kürzlich Vorschläge zu einer Reform des Führerscheins vorgelegt hat.
Ich will gerne an dieser Stelle betonen: Wenn wir über Kosten, Durchfallquoten oder die Führerscheinklassen sprechen, dann ist das keine Kritik an den Fahrschulen. Ich habe in den letzten Tagen viele E-Mails erhalten von Fahrschulen in Schleswig- Holstein, die mit Sorge auf die Reform schauen.
Ich möchte an dieser Stelle versichern, dass wir uns bei den folgenden Gesprächen im Ausschuss alle Argumente sachlich, fair und transparent anhören werden, um aus den unterschiedlichen Vorschlägen, die ja auch Dank der Opposition auf dem Tisch des Hauses liegen, eine vernünftige Position zu entwickeln.
Denn die Fahrschulen machen ja auch einen guten Job in Schleswig-Holstein: Wir haben die niedrigsten Durchfallquoten aller Bundesländer. Allerdings bleiben die Quoten auf einem hohen Niveau: 45 Prozent der Fahrschüler fallen bundesweit durch die Theorieprüfung, während es in der praktischen Prüfung 37 Prozent der Prüflinge nicht schaffen. Das muss man sich aber genau anschauen und die Gründe analysieren.
Aber was wollen wir genau?
Wir wollen mit der Fahrprüfung auf Englisch den Zugang zum Führerschein erleichtern. Damit greifen wir auch eine Forderung aus der Logistik-Branche auf, denn in den kommenden Jahren gehen zehntausende LKW-Fahrer in den Ruhestand, für die wir Ersatz brauchen.



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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Wir wollen Kosten senken durch Digitalisierung und durch die Ausbildung am Simulator. Wir wollen eine Überprüfung der bisherigen Klassenaufteilung und der Zusatzberechtigungen. Hat sich der Feuerwehrführerschein bewährt? Wir setzen hier auf klare, praxisnahe Kriterien und enge Abstimmung mit Einsatzorganisationen. Und wir wollen auch über eine mögliche Überarbeitung des Fragenkatalogs sprechen.
Dabei ist unsere Position klar: Wir möchten eine möglichst klare, praxisnahe und faire Führerscheinprüfung, die Qualität und Sicherheit in den Vordergrund stellt. An der Stellschraube der Verkehrssicherheit wird nämlich nicht gedreht, auch das machen wir hier klar.
Daher setzen wir auf eine Reform, die sowohl die Anforderungen an die Fahrausbildung stärkt als auch den Prüfprozess sinnvoll weiterentwickelt. Ich rufe alle Beteiligten auf, gemeinsam an einem konstruktiven Reformprozess mitzuwirken: Verkehrsexperten, Ausbildungsstätten, Prüferinnen und Prüfer und Verkehrsverbände. Lassen Sie uns die Reform so gestalten, dass Schleswig-Holstein weiterhin Vorreiter bei Sicherheit, Chancengleichheit und Moderne bleibt. Gemeinsam gestalten wir eine sichere, faire und zukunftsfähige Führerscheinausbildung in Schleswig-Holstein.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.



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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de

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