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03.03.26 , 16:39 Uhr
SPD

Niclas Dürbrook: Ernüchterndes Zwischenfazit der Radstrategie

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de
PRESSEMITTEILUNG 44 – 03.03.2026
Niclas Dürbrook Ernüchterndes Zwischenfazit der Radstrategie Zum heute veröffentlichten Halbzeitbericht zur Radstrategie 2030 erklärt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Niclas Dürbrook:
„Mein Dank gilt den vielen Engagierten im Land, die sich täglich für besseren Radverkehr einsetzen. Radfahren ist gut fürs Klima, gut für die Gesundheit, entlastet Straßen und stärkt den Tourismus. Umso ernüchternder fällt das Zwischenfazit der Landesregierung aus. Die Radstrategie hat drei Oberziele. Stand heute werden zwei davon sehr deutlich verfehlt.
Seit 15 Jahren stagniert der Radverkehrsanteil bei 15 Prozent. Bis 2030 sollte dieser Anteil auf 30 % steigen. Davon ist Schleswig-Holstein meilenweit entfernt. Die Gutachter haben mit Blick auf die laufenden Maßnahmen vorgeschlagen, das Ziel auf 2050 zu verschieben. Daraus hat das Kabinett heute 2040 gemacht. Hintergrund ist, dass man andernfalls in der Planung Probleme mit dem selbstgesetzten Klimaziel bekommen hätte. Mich interessiert nun: Was will die Landesregierung konkret unternehmen, um das Ziel zehn Jahre früher zu erreichen als vom Gutachter für sinnvoll eingeschätzt?
Auch bei der Verkehrssicherheit ist die Entwicklung alarmierend. Statt die Zahl der Fahrradunfälle im Vergleich zu 2020 bis 2025 wie vorgesehen um 25 Prozent zu senken, ist sie um 11 Prozent gestiegen. Besonders deutlich ist der Anstieg bei Pedelecs. 2024 gab es 650 getötete oder schwerverletzte Radfahrende in Schleswig-Holstein. Damit darf sich niemand einfach abfinden. Die Landesregierung muss den Ausbau fehlerverzeihender Infrastruktur endlich zur Priorität machen.
Beim Ziel, bis 2030 unter die Top-3-Länder im Radtourismus zu kommen, fehlen belastbare Daten. Nach allem, was bislang vorliegt, bewegt sich Schleswig-Holstein trotz großer Bemühungen eher im Mittelfeld.
Ich freue mich, dass der Minister mit gutem Beispiel vorangeht und ebenso oft wie öffentlichkeitswirksam Rad fährt. Entscheidend sind aber nicht die Kilometer des Ministers, sondern die Kilometer sicherer Radwege im Land. Ich kann weiterhin nicht erkennen, dass der Radverkehr die Priorität bekommt, die es bräuchte, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Ich erwarte von der Landesregierung nun eine klare Antwort, welche Konsequenzen sie aus diesem ernüchternden Zwischenfazit zieht.“



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