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Martin Balasus: TOP 11: Wir wollen ein Bildungssystem, das lernt
Bildungspolitik | 19.03.2026 | Nr. 103/26Martin Balasus: TOP 11: Wir wollen ein Bildungssystem, das lernt Es gilt das gesprochene Wort!Sehr geehrte Frau Präsidentin,liebe Kolleginnen und Kollegen,„Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig.“ Dieser Satz des römischen Philosophen Seneca steht ganz am Anfang des Buches „Bessere Bildung 2035“ – und damit auch am Anfang des Beitrags unserer ehemaligen Bildungsministerin Karin Prien.Und er beschreibt eigentlich sehr gut, worum es heute geht: um klare Ziele für Bildung und um den Weg dorthin.Denn gute Bildungspolitik funktioniert nicht nach dem Prinzip Hoffnung. Sie braucht Orientierung, messbare Ziele und eine ehrliche Analyse darüber, wo wir stehen.Genau darum geht es bei datengestützter Schul- und Unterrichtsentwicklung.Und ich will gleich zu Beginn klar sagen: Diese Debatte führen wir nicht zum ersten Mal. Und wir führen sie auch nicht, weil die Opposition heute eine neue Idee entdeckt hat. Wir führen sie, weil wir in Schleswig- Holstein bereits mitten in der Umsetzung sind.Die SPD fordert in ihrem Antrag, dass datenbasierte Instrumente so eingesetzt werden sollen, dass sie zu einer besseren individuellen Förderung führen und nicht zum Selbstzweck werden. Meine Damen und Herren, genau das ist doch längst unser Ansatz.Die Landesregierung arbeitet bereits mit einem klaren Konzept zur datengestützten Schulentwicklung. Lernausgangslagenerhebungen, Vergleichsarbeiten wie VERA und co., Schülerfeedback oder IQB-Bildungstrends liefern systematisch Daten, damit Schulen Lernstände erkennen und gezielt Fördermaßnahmen entwickeln können.Und wir gehen noch weiter: Mit Instrumenten wie LeA.SH oder Schuldatenblättern schaffen wir eine Grundlage für ein systematisches Monitoring von Schulentwicklung – mit klaren Zielindikatoren und regelmäßigen Gesprächen zwischen Schulaufsicht und Schulleitungen. Seite 1/3 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Das Ziel ist dabei immer dasselbe: Nicht Daten um der Daten willen, sondern bessere Bildung für jedes einzelne Kind.Denn datengestützte Schulentwicklung bedeutet ganz konkret: Wir erkennen früher, wo Lernlücken entstehen. Wir sehen schneller, welche Unterstützung Schülerinnen und Schüler brauchen. Und wir können gezielter handeln, statt nur zu reagieren.Dabei geht es nicht nur um Leistungen in Deutsch oder Mathematik. Wir richten den Blick zunehmend auch auf das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern denn gute Bildung entsteht nur dort, wo junge Menschen sich sicher, unterstützt und ernst genommen fühlen.Meine Damen und Herren, wer sich ernsthaft mit moderner Schulentwicklung beschäftigt, weiß: Ohne Daten geht es nicht mehr.Internationale Beispiele zeigen das deutlich. Erfolgreiche Bildungssysteme arbeiten längst mit klaren Zielindikatoren und transparenten Datenstrukturen, um Fortschritte zu messen und Maßnahmen anzupassen. Genau darum geht es auch in der parteiübergreifenden Initiative „Bessere Bildung 2035“: Bildungspolitik soll sich stärker an messbaren Zielen orientieren.Und ich finde: Das ist ein wichtiger Impuls gerade weil er parteiübergreifend entstanden ist. Umso erstaunlicher ist es, wenn die SPD heute so tut, als müsse sie uns erst auf diese Idee bringen. Das erinnert mich ein wenig an die letzte Plenardebatte zur Arbeitszeiterfassung. Auch damals wurde die Regierung zu etwas aufgefordert, das längst umgesetzt wurde.Da stellt sich schon die Frage: Haben Sie eigentlich keine neuen, eigenen Ideen mehr?Meine Damen und Herren, der entscheidende Unterschied zwischen Antrag und Alternativantrag ist folgender:Der SPD-Antrag beschreibt, was man grundsätzlich tun sollte.Unser Alternativantrag beschreibt, was wir konkret bereits tun und wie wir es weiterentwickeln.Wir wollen datengestützte Schulentwicklung systematisch ausbauen. Wir wollen Lernstände besser analysieren. Wir wollen das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern stärker berücksichtigen. Und wir wollen Schulen dabei unterstützen, aus Daten konkrete pädagogische Maßnahmen abzuleiten.Kurz gesagt: Wir wollen ein Bildungssystem, das lernt. Seite 2/3 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Und das erkennt, wo Unterstützung nötig ist. Das Chancen verbessert und jedes Kind im Blick behält.Oder um noch einmal auf Seneca zurückzukommen: Wir wissen, welchen Hafen wir ansteuern.Und deshalb können wir auch den richtigen Kurs setzen.Herzlichen Dank. Seite 3/3 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de