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23.03.26 , 12:03 Uhr
SPD

Sandra Redmann: Meeresschutzgebiete sind ein richtiger Schritt – aber Ostseeschutz braucht deutlich mehr Tempo

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de
PRESSEMITTEILUNG 66 – 23.03.2026
Sandra Redmann Meeresschutzgebiete sind ein richtiger Schritt – aber Ostseeschutz braucht deutlich mehr Tempo Sandra Redmann, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, erklärt zur Ausweisung neuer Meeresschutzgebiete in der Ostsee:
„Die Ausweisung neuer Meeresschutzgebiete in der Ostsee ist grundsätzlich ein richtiger und wichtiger Schritt. Sie zeigt, dass der Schutz unserer Meeresumwelt politisch ernst genommen wird. Entscheidend ist aber, dass auf diese Ausweisung nun auch konkrete und wirksame Maßnahmen folgen. Genau daran fehlt es bislang. Seit dem Aktionsplan Ostseeschutz 2030 erleben wir vor allem viele Veranstaltungen, Gespräche und Ankündigungen. Was aber fehlt, sind verbindliche Ziele und Maßnahmen, die auch kurzfristig Wirkung entfalten. Das zeigt sich beispielsweise bei den Ostseebeiräten. Sie sollten ein zentraler Baustein sein, um Maßnahmen vor Ort voranzubringen. Stattdessen sehen wir bislang vor allem Konzepte und Modellprojekte, die über Jahre laufen. Angesichts der dramatischen ökologischen Lage der Ostsee reicht das nicht aus. Denn was fehlt sind klare, verbindliche Zielvorgaben zur Reduzierung der Nährstoffeinträge.
Und an dieser Stelle wird ein grundlegendes Problem deutlich: Von der Landwirtschaft fehlt es weiterhin an der nötigen Konsequenz. Statt verbindliche Schritte zur Reduzierung von Stickstoff- und Phosphateinträgen zu gehen, bremst das Landwirtschaftsministerium immer wieder – zuletzt etwa mit der umstrittenen Neuauslegung zur Düngung auf gefrorenen Böden. Dieser Konflikt innerhalb der Landesregierung kostet die Ostsee wertvolle Zeit.
Auch beim Thema Munitionsaltlasten zeigt sich, dass Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Schleswig-Holstein hat das Thema zwar politisch vorangebracht, bei der konkreten Bergung aber geht es kaum voran. Bislang ist nichts in nennenswertem Umfang aus der Ostsee geborgen worden. Der Schutz der Ostsee ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für unser Land. Meeresschutzgebiete sind ein wichtiger Anfang – aber sie ersetzen keine konsequente Politik. Wer es ernst meint, muss jetzt liefern: mit klaren Zielen, verbindlichen Maßnahmen und deutlich mehr Tempo bei der Umsetzung.“



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