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Birte Pauls: Die Last darf nicht einseitig bei den Beschäftigten landen!
Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.dePRESSEMITTEILUNG 81 – 15.04.2026Birte Pauls Die Last darf nicht einseitig bei den Beschäftigten landen! Zur aktuellen Debatte über sozialstaatliche Leistungen und den Vorschlägen vonseiten der Unternehmensverbände zu den Einschränkungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Birte Pauls:„Die aktuellen finanziellen Probleme der Krankenkassen dürfen nicht länger einseitig auf dem Rücken der Betragszahlerinnen und Beitragszahler ausgetragen werden. Jahr für Jahr gehen enorme Summen durch Abrechnungsbetrug und nicht erbrachte Leistungen verloren. Das ist Geld, das dem Gemeinwohl dringend fehlt. Hier steht auch der Staat in der klaren Verantwortung, konsequenter zu kontrollieren und Missbrauch wirksam zu unterbinden.Statt diese offensichtlichen Baustellen anzugehen, wird vor allem vonseiten der Union lieber darüber diskutiert, Beschäftigte weiter zu belasten. Menschen, die ohnehin bereits massiv unter den anhaltenden Preissteigerungen leiden. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch kurzsichtig. Wir lehnen die Vorstöße aus Teilen der Arbeitgeberseite, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einzuschränken, ab. Diese Vorschläge verkennen die Realität: Es bringt niemandem etwas, wenn sich kranke Menschen aus Angst vor Einkommensverlust zur Arbeit schleppen. Im Gegenteil gefährden sie ihre eigene Gesundheit, stecken Kolleginnen und Kollegen an und riskieren langfristige Erkrankungen. Ja, es gibt vereinzelte Fälle von Missbrauch. Aber daraus einen Generalverdacht der arbeitenden Bevölkerung abzuleiten, ist nichts als populistische Stimmungsmache. Die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten ist nicht „freiwillig“ krankgeschrieben. Wer krank ist, braucht Zeit zur Genesung. Alles andere führt langfristig zu höheren Kosten für das gesamte System. Denn wenn Krankheiten verschleppt und chronisch werden, fallen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im schlimmsten Fall ganz aus. Ein funktionierendes Gesundheitssystem braucht Fairness, Vertrauen und wirksame Kontrolle an den richtigen Stellen.“ 1