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Lotte Mews aus Lübeck und Leonor Carvajal aus Ahrensburg gewinnen bei „Jugend debattiert“
Nr. 5 / 21. April 2026Lotte Mews aus Lübeck und Leonor Carvajal aus Ahrensburg gewinnen bei „Jugend debattiert“ Der Landesbeauftragte für politische Bildung hat heute (Dienstag) gemeinsam mit dem Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Heinz-Nixdorf-Stiftung das Landesfinale von „Jugend debattiert“ im Kieler Landeshaus ausgerichtet. In der Altersgruppe 1 siegte Lotte Mews von der Ernestinenschule zu Lübeck vor Mats Klingberg von der Olzeborchschule aus Henstedt-Ulzburg. In der Altersgruppe 2 sicherte sich Leonor Carvajal von der Stormarnschule aus Ahrensburg den Landessieg vor Smilla Egtved vom Leibniz-Gymnasium aus Bad Schwartau. Die Erst- und Zweitplatzierten ihrer Altersgruppe haben sich für die Bundesqualifikation von „Jugend debattiert“ am 13. Juni 2026 in Berlin qualifiziert. Lotte Mews überzeugte die Jury in der Altersgruppe 1. Sie setzte sich argumentativ zur Frage durch, ob ein verpflichtendes Politikpraktikum für Schülerinnen und Schüler eingeführt werden soll. Leonor Carvajal konnte bei der Frage „Soll für Mandatszeiten der Abgeordneten unseres Landesparlaments in Schleswig-Holstein eine Höchstgrenze gelten?“ den Landeswettbewerb der Altersgruppen 2 für sich entscheiden. Sie trat erfolgreich für diese Forderung ein. Bildungsministerin Dorit Stenke würdigte den Stellenwert des Projektes: „Jugend debattiert stärkt das kritische Denken und die demokratische Streitkultur junger Menschen. Gerade in Zeiten, in denen Diskussionen oft aufgebracht und unversöhnlich geführt werden, zeigt der Wettbewerb, wie ein respektvoller Austausch gelingen kann: Schülerinnen und Schüler lernen, anderen zuzuhören, Argumente sorgfältig abzuwägen und ihre Positionen klar und fair zu vertreten. Das Bildungsministerium unterstützt Jugend debattiert deshalb sehr gern. Der Wettbewerb vermittelt zentrale Kompetenzen für Schule und Gesellschaft – von sprachlicher Ausdrucksfähigkeit über Urteilsvermögen bis hin zur Bereitschaft, 2unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen. Allen Teilnehmenden des Landesfinales danke ich für ihr Engagement und gratuliere zu ihrer Leistung – ebenso den Lehrkräften und Schulen, die diese Debattenkultur mit viel Einsatz ermöglichen.“„Jugend debattiert zeigt jungen Menschen, dass es in Politik und Gesellschaft eine Vielzahl kontroverser Positionen gibt und einfache Antworten oft zu kurz greifen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung“, hebt der Landesbeauftragte für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann hervor. „Mit den Fragen nach einem verpflichtenden Politikpraktikum für Schülerinnen und Schüler und einer Höchstgrenze für Mandatszeiten der Abgeordneten des Landtages in Schleswig-Holstein haben die Jugendlichen spannende politische Themen debattiert.“ Der Landesbeauftragte für politische Bildung gratulierte: „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landesfinales können stolz darauf sein, es so weit geschafft zu haben. Den Siegerinnen und Siegern, die Schleswig-Holstein im Juni in Berlin vertreten, drücke ich die Daumen für die Bundesqualifikation!“Peter Lehnert, Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages betonte: „Der Wettbewerb ‚Jugend debattiert‘ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, junge Menschen früh für demokratische Prozesse zu begeistern. Wer lernt, Argumente fair auszutauschen, zuzuhören und unterschiedliche Positionen zu respektieren, legt ein starkes Fundament für unsere Gesellschaft. Mein besonderer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, die sich engagiert einbringen – sie sind die Stimme der Zukunft unserer Demokratie in Schleswig-Holstein.“„In politisch turbulenten Zeiten ist es wichtig, mit Respekt und Neugier auf unterschiedliche Perspektiven einzugehen und das gesellschaftliche Gespräch vernünftig mitzugestalten. Die dafür notwendigen Fähigkeiten und Tugenden vermittelt Jugend debattiert in jedem Jahr an hunderttausende Jugendliche. Die Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Bildungsministerium in Schleswig-Holstein ist für die Hertie-Stiftung eine besondere; gemeinsamen tragen wir die Demokratiebildung weit ins Land und befähigen junge Menschen, die Gesellschaft mitzugestalten.“, bekräftigt Jan- Jonathan Bock, Gemeinnützige Hertie-Stiftung. 3Die Finalistinnen und Finalisten im Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Schleswig-Holstein 2026Debatte Altersgruppe 1 (Jahrgangsstufen 8 bis 10): 1. Platz: Lotte Mews (Ernestinenschule zu Lübeck) 2. Platz: Mats Klingberg (Olzeborchschule, Henstedt-Ulzburg) 3. Platz: Jaron Brandt (Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium, Quickborn) 4. Platz: Luise Preikschas (Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll)Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 11 bis 13): 1. Platz: Leonor Carvajal (Stormarnschule, Ahrensburg) 2. Platz: Smilla Egtved (Leibniz-Gymnasium, Bad Schwartau) 3. Platz: Sarah Scherer (Gymnasium Schenefeld) 4. Platz: Johann Karich (Humboldtschule, Kiel)Hintergrund: In Schleswig-Holstein haben sich bei den Schul- und Regionalwettbewerben des laufenden Schuljahres an der Unterrichtsreihe „Jugend debattiert“ Schülerinnen und Schüler von 75 Schulen beteiligt. Grundsätzlich nehmen pro Debatte vier Schülerinnen und Schüler teil, die 24 Minuten über eine Streitfrage debattieren. Inhalte und Argumente zum Thema müssen fundiert und überzeugend sein. Wer die Pro- oder Contra-Position zu einer These vertreten muss, wird erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost.Im diesjährigen Landeswettbewerb haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu folgenden Fragen debattiert:Altersgruppe 1: Sollen Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages ihr Smartphone abgeben müs- sen? Soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr Randsportereignisse im Fernsehen übertragen? Soll ein verpflichtendes Politikpraktikum für Schülerinnen und Schüler eingeführt werden?Altersgruppe 2: Soll der Besuch eines Kindergartens für Kinder ab 3 Jahren verpflichtend sein? 4Sollen arbeitende Strafgefangene den gesetzlichen Mindestlohn erhalten? Soll für Mandatszeiten der Abgeordneten unseres Landesparlaments in Schleswig-Holstein eine Höchstgrenze gelten?„Jugend debattiert“ beginnt für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 mit einer Unterrichtsreihe. Zuvor werden ihre Lehrkräfte fächerübergreifend im Debattieren geschult. Mit speziellen Unterrichtsmaterialien ausgestattet, trainieren die Lehrkräfte anschließend die Schülerinnen und Schüler im Unterricht.Ab Klasse 8 können Schülerinnen und Schüler am bundesweiten Wettbewerb teilnehmen, der für die Sekundarstufe I und II ausgetragen wird. Der Wettbewerb findet zunächst auf Schul-, Regional- und Landesebene statt. Ab der Regionalebene erhalten die Siegerinnen und Sieger als Preise mehrtägige Seminare bei „Jugend debattiert“-Trainerinnen und Trainern, die sie auf die jeweils nächste Wettbewerbsebene vorbereiten. Höhepunkt ist das Bundesfinale, bei dem die besten Debattantinnen und Debattanten aus ganz Deutschland in Berlin aufeinandertreffen.Seit fünfundzwanzig Jahren fördert „Jugend debattiert“ sprachliche und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung. „Jugend debattiert“ ist das größte privat-öffentlich finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten nehmen rund 200.000 Schülerinnen und Schüler aus über 1.500 Schulen an diesem Wettbewerb teil.FotosPressefotos der Veranstaltung und der Finalistinnen und Finalisten stehen auf der Seite des Landesbeauftragten zum Abruf bereit (Aktuelles/Pressefotos bzw. unter https://www.politische-bildung.sh/aktuelles/pressefotos.html).KontaktFür weitere Informationen stehen IhnenFranziska Schlachter, Referentin beim Landesbeauftragten für politische Bildung, unter 0431 9881641 oder Franziska.Schlachter@landtag.ltsh.de undInsa Rix-Oldigs, Landeskoordinatorin „Jugend debattiert“ Schleswig-Holstein, unter 015126030096 oder Insa.Rix-Oldigs@bimi.landsh.de zur Verfügung.