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Niclas Dürbrook: Rechten Raumnahme-Strategien entgegentreten – Opfer unterstützen
Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.dePRESSEMITTEILUNG 93 – 30.04.2026Niclas Dürbrook Rechten Raumnahme-Strategien entgegentreten – Opfer unterstützen Zur heutigen Vorstellung des ZEBRA-Monitorings zu rechten Angriffen und zur gestrigen Vorstellung der Fortschreibung der Regionalanalysen zum Rechtsextremismus erklärt der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Niclas Dürbrook:„Das Monitoring von ZEBRA zeigt: Die Zahlen zu rechten Angriffen bleiben auf einem besorgniserregend hohen Niveau. Nach wie vor werden viel zu viele Menschen in Schleswig-Holstein Opfer rechter Gewalt. Die jüngsten Ereignisse in Bargteheide sowie die mutmaßlichen Brandanschläge in Flensburg sind ein deutliches Indiz dafür, dass auch in diesem Jahr keine Entspannung der Lage zu erwarten ist. Mir ist wichtig, diese Taten nicht nur als Einzelfälle zu behandeln. Sie sind Teil einer Strategie rechter Raumnahme: Menschen, die nicht in das Weltbild von Rechtsextremen passen, sollen gezielt eingeschüchtert und verdrängt werden.Erst gestern hat die Präsentation der Fortschreibung der Regionalanalysen zum Rechtsextremismus im Rahmen einer Tagung im Landeshaus neben vielen anderen Befunden auch gezeigt, dass die rechte Szene im Land spürbar aktiver geworden ist. Besonders alarmierend ist, dass die Kontaktversuche aus der rechten Szene gegenüber jungen Menschen in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben.Es ist kein Zufall, dass bei einer solchen Veranstaltung wie der gestrigen Tagung Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung „Generation Deutschland“ auftauchen und demonstrativ versuchen Präsenz zeigen. Solche Auftritte sind Teil einer Entwicklung, die sich an vielen Orten im Land beobachten lässt – verbunden mit dem klaren Ziel, Engagierte aus der Zivilgesellschaft einzuschüchtern.Auch wenn der gestrige Auftritt dank der Protagonisten eher kurios als unmittelbar bedrohlich wirkte, dürfen wir solche Aktionen nicht unterschätzen. Gerade dort, wo zivilgesellschaftliches Engagement in der Fläche unseres Landes stattfindet, können solche Einschüchterungsversuche ihre Wirkung entfalten.Die Zivilgesellschaft, vor allem aber das Land, sind gefordert, diesen Strategien konsequent entgegenzutreten. Je mehr Raum Rechtsextreme einzunehmen versuchen, desto stärker müssen unsere Solidarität und unsere konkrete Unterstützung den Opfern rechter Gewalt gelten. Dabei leistet ZEBRA eine zentrale und unverzichtbare Arbeit, für die ich mich im Namen der SPD einmal mehr bedanke.“ 1