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05.05.26 , 11:14 Uhr
Landtag

„Leben und Arbeit – Frauen planen ihre Zukunft“ – heutiger Fachtag für Frauen mit Migrationsgeschichte in Pinneberg

Nr. 4 / 5. Mai 2026


„Leben und Arbeit – Frauen planen ihre Zukunft“ – heutiger Fachtag für Frauen mit Migrationsgeschichte in Pinneberg

In Pinneberg haben die Landesbeauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen, die Landesregierung, der Kreis Pinneberg, die Bundesagentur für Arbeit und das Netzwerk zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt, "B.O.A.T.", heute eine Informationsveranstaltung für Frauen mit Migrationsgeschichte rund um das Thema Ausbildung und Arbeit im Norden durchgeführt. Im Rahmen der Veranstaltung mit 135 Teilnehmerinnen und 63 Vertreter:innen der Unterstützungsstrukturen gab es vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung.
Der Fachkräftemangel ist auch in unserem Land herausfordernd. Gleichzeitig wollen nach Schleswig-Holstein geflüchtete Menschen eine berufliche Perspektive und einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden. Gerade für Frauen mit Migrationsgeschichte ist der Einstieg in Ausbildung und Berufstätigkeit oft mit hohen Hürden verbunden. Häufig fehlen vor allem jungen Frauen mit kleinen Kindern hilfreiche soziale Netze, die Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen, die Klärung aufenthaltsrechtlicher Fragen und mitunter auch Sprachkenntnisse. Hinzu kommt, dass die betroffenen Frauen durch Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes, der Herkunft und äußerer Merkmale auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind – sowohl was Einstiegs-, als auch Aufstiegsmöglichkeiten betrifft.
Um insbesondere jungen Frauen mit internationaler Geschichte einen besseren Zugang zu Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu ermöglichen und sie zu unterstützen, Perspektiven für ihr Leben in Schleswig-Holstein zu verfolgen, fand heute im Hotel Cap Polonio in Pinneberg die Veranstaltung „Leben und Arbeit – Frauen planen ihre Zukunft“ statt. Neben fachlichen Impulsen aus der Politik, Verwaltung und Praxis hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, im sich Rahmen von Workshops als Safer Spaces zu verschiedenen Teilthemen auszutauschen. Außerdem gab es jede Menge Raum, sich zu informieren, nachzufragen, ins Gespräch zu kommen und regionale Unterstützungsangebote kennenzulernen. Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretärin Susanne Henckel sagte: „Ich freue mich über das große Interesse geflüchteter Frauen und die Zahl der Unterstützer, die ihr Angebote hier präsentieren. Die Integration in die Gesellschaft und insbesondere ins Arbeitsleben ist sowohl für die Frauen, als auch für unser Gemeinwesen von hoher Relevanz. Veranstaltungen wie diese machen deutlich, dass wir die Hemmnisse sehen und entsprechend vielfältige bedarfsgerechte Projekte zur Integration fördern.“.
Eingeladen hat die Landeszuwanderungsbeauftragte Doris Kratz-Hinrichsen gemeinsam mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung – vertreten durch Bildungsministerium, Arbeitsministerium und Integrationsministerium –, der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Beratungsnetzwerk „B.O.A.T“ (Beratung.Orientierung.Arbeit.Teilhabe – Integrationsförderung für Geflüchtete in Schleswig-Holstein).
„Unsere gemeinsame Veranstaltung hat das Ziel, geflüchteten Frauen berufliche Perspektiven aufzuzeigen und zugleich dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Damit unterstützen wir die Integration vor Ort. Aktuell sind viele geflüchtete Frauen vom Wegfall der Frauenintegrationskurse betroffen. Diese Maßnahme des BMI schadet der Gleichstellung, weil sie dazu führen dürfte, dass zugewanderte Frauen eher in prekäre Beschäftigung integriert werden als nachhaltig am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für diese Frauen, die auf dem Arbeitsmarkt ohnehin benachteiligt sind, ist das ausgesprochen schädlich. Ich bin froh, dass wir mit unserer Veranstaltung die Gruppe gemeinsam in den Blick nehmen“, sagt die Landeszuwanderungsbeauftragte Doris Kratz-Hinrichsen.
Der heutige Fachtag in Pinneberg ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Die Informationsveranstaltungen flankieren das Ende 2024 beschlossene mehrjährige „Sicherheits- und Migrationspaket“ der Landesregierung, mit dem unter anderem die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter unterstützt werden soll.

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