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06.05.26 , 12:21 Uhr
SPD

Kai Dolgner zu Top: 29: Ein kleines Zeichen mit großer Wirkung: Anerkennung für Veteraninnen und Veteranen

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 1305 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!

Hinweis: Diese Rede kann hier als Video abgerufen werden: http://www.landtag.ltsh.de/aktuelles/mediathek

LANDTAGSREDE – 06. Mai 2026
Dr. Kai Dolgner Ein kleines Zeichen mit großer Wirkung: Anerkennung für Veteraninnen und Veteranen TOP 29: Stärkung des nationalen Veteranentags in Schleswig-Holstein: Kosten-freier Eintritt in staatliche Museen, Gärten und Kultureinrichtungen für Veteraninnen und Veteranen (Drs. 20/4357)

Zunächst möchte ich der FDP-Fraktion danken: Sie bringt heute eine bayerische Idee in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein, die sogar eine Mehrheit finden wird, was bei bayerischen Ideen bei uns ja nicht unbedingt der Regelfall ist. Es geht um eine kleine, aber symbolisch wichtige Geste der Anerkennung, um Sichtbarkeit und darum, Menschen, die unserem Gemeinwesen gedient haben oder weiterhin dienen, nicht nur in Reden zu würdigen, sondern ihnen konkrete Zeichen der Wertschätzung entgegenzubringen.
Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr haben Verantwortung übernommen, oft unter Bedingungen, die sich viele nur schwer vorstellen können. Sie haben Dienst geleistet in Auslandseinsätzen, Bündnisverpflichtungen, Krisenlagen und zunehmend wieder im Bewusstsein von Landes- und Bündnisverteidigung in einer erheblich gefährlicher gewordenen Weltlage, einige als aktive Reservistinnen und Reservisten teilweise Jahrzehnte über ihre eigentlich aktive Zeit hinaus. Viele tragen Erfahrungen mit sich, die nach dem Dienst nicht einfach enden. Deshalb ist es richtig, dass wir sagen: Wir sehen euch. Wir erkennen euren Dienst an. Ihr seid Teil unserer Gesellschaft.
Der kostenfreie Eintritt in Museen, Schlösser, Gärten und Kultureinrichtungen am Veteranentag ist eine niedrigschwellige, aber sichtbare Geste. Einen Veteranenausweis auf Bundesebene einzuführen, halte ich dabei für eine wichtige Anregung. Nicht jeder Veteran ist Reservist, und Anerkennung darf nicht an Verfahren scheitern. Wer Anspruch auf diese Geste hat, soll sie unbürokratisch nutzen können und nicht erst nach seiner Wehrdienstzeitbescheinigung wühlen müssen. Zudem hilft eine klare Grundlage künftig auch unseren Einrichtungen.



1 Zum Schluss möchte ich den Blick weiten. Wenn wir über Dienst am Gemeinwesen sprechen, sollten wir nicht vergessen, dass unser Land von sehr unterschiedlichen Formen dieses Dienstes getragen wird. Dazu gehören Soldatinnen und Soldaten ebenso wie Wehrdienstleistende, Reservistinnen und Reservisten sowie ehemalige Zivildienstleistend, etwa in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder sozialen Einrichtungen. Dazu gehören junge Menschen im freiwilligen sozialen, ökologischen oder kulturellen Jahr und in anderen Freiwilligendiensten. Und dazu gehören Ehrenamtliche im Technischen Hilfswerk, bei der freiwilligen Feuerwehr, in Hilfsorganisationen, im Katastrophenschutz, in Rettungsdiensten und bei der DLRG. Und selbstverständlich denken wir auch an diejenigen, die beruflich für unsere Sicherheit einstehen, etwa bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Natürlich ist der militärische Dienst mit seinen besonderen Risiken nicht einfach mit allen anderen Formen des Dienstes an der Gemeinschaft gleichzusetzen. Aber sie alle verbindet: Sie stellen Zeit, Kraft, Verantwortung und manchmal auch die eigene Sicherheit und Gesundheit in den Dienst anderer.
Das ist natürlich kein Grund, den Veteranentag zu verwässern, aber wir sollten uns vornehmen, auch darüber hinaus eine breitere Kultur der Anerkennung zu stärken. Wer dem Trend entgegentreten will, dass viele Menschen das „Ich“ vor das „Wir“ setzen, muss es als Daueraufgabe begreifen, Verantwortung für andere und für das Gemeinwesen zu stärken.
Wer dient, schützt, hilft, pflegt, rettet oder unterstützt, verdient Respekt. Wir werden dem Antrag selbstverständlich zustimmen.



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