Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.
Katja Rathje-Hoffmann: TOP 10+62: Frühkindliche Bildung weiter monitoren und stärken
Kitas | 07.05.2026 | Nr. 148/26Katja Rathje-Hoffmann: TOP 10+62: Frühkindliche Bildung weiter monitoren und stärken Es gilt das gesprochene Wort!Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren,herzlichen Dank an die Ministerin und ihr Team für diesen Bericht. Dieser Bericht stützt sich auf die Zahlen und Daten des Jahres 2025. Als Datengrundlage dient die Kita-Datenbank mit all ihren Erhebungen und Statistiken. Im Besonderen wird auf die Lage der Kinder mit Behinderung und Kinder, die von Behinderungen bedroht sind, hingewiesen.Die Grundlage des pauschalierten Systems sind die im Gesetz festgelegten Parameter, die nun durch ein regelmäßiges und gesetzlich fundiertes Monitoring überwacht werden. Gemeint sind hier: Die Haushalts- und Finanzplanung sowie die Qualität und Verfügbarkeit der Betreuung, die Kinderzahlen und Betreuungsplätze und der Betreuungsumfang und die Anzahl der I-Kinderplätze und die außerplanmäßigen Schließungen der Einrichtungen.Zudem werden die Aufwendungen für den Neubauzuschlag erfasst. Das gesetzlich festgelegte Monitoring untersucht die Ausschöpfung des Personalbudgets und die durchschnittliche Erfahrungsstufe nach TVÖD SuE sowie die durchschnittlichen Ausfallzeiten.Erfasst werden auch die Anzahl der geförderten Kinder mit Behinderungen und Kinder die von Behinderung bedroht sind. Auch wird die Anzahl der Rechtsansprüche ermittelt. Hinzu kommen noch weitere Berechnungsparameter für die Kindertagespflege. Die Begleitung des Monitorings erfolgt durch eine eingesetzte Untergruppe des Fachgremiums.Kommen wir zur Datenerhebung. Die Entwicklung des Platzangebotes wird überwacht, um den Ausbau der Betreuungskapazitäten zu beobachten. Diese Daten sind für die Finanzplanung entscheidend. Die Gesamtzahl der Plätze bleibt im Jahr 2025 in etwa konstant bei Schwankungen zwischen 122.806 und 123.263 anerkannten Plätzen. Die Ursache für diese Schwankungen sind unterjährigen Verschiebungen. Im Bereich der U3-jährigen gibt es ebenfalls nur geringe Veränderungen, von 26.775 zu 26.908 bei stabilen Kapazitäten. Im U3-Bereich beobachten wir einen leichten Anstieg an Plätzen. Seite 1/3 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Eine abnehmende Tendenz ist bei den Hort-Plätzen zu erkennen. Ein Grund könnte der seit diesem Jahr geltende Rechtsanspruch auf eine ganztägige schulische Betreuung sein. Deshalb ist anzunehmen, dass die Einrichtung „Hort“ künftig an Bedeutung verlieren wird.Im Bereich der Kindertagespflege ist hier zu vermerken, dass die Anzahl der Tagespflegepersonen insgesamt im Vergleich des Jahres 2025 mit dem Dezember 2025 um rund 6 Prozent abgenommen hat.Im September 2025 zeigte sich jedoch, dass der Kinderzahlenaufwuchs nochmals deutlich schwächer ausfiel, was sich in zunehmenden Leerständen zeigte. Das gilt ebenfalls für die Kindertagespflege.Die Qualität der Betreuungsplätze wird kontinuierlich bewertet und beobachtet. Das dient der Personalentwicklung und der Betreuungssituation in der Kita. Durch den Einsatz des Anstellungsschlüssels ist der Personaleinsatz nun deutlich freier und flexibler geworden, als beim alten Gruppenbetreuungsschlüssel. Die Auswertung der Daten zeigte keinen prozentualen Rückgang bei den qualifizierten pädagogischen Fachkräften.Der aktuelle Rückgang der Kinderzahlen eröffnet neue Handlungsspielräume für das Kita-System. Hier wollen wir mit der Änderung des KitaGs und dem bereits vorgestellten 10-Punkte Plan „Kita für Alle“ weitere und wichtige Verbesserungen erzielen. Dafür stehen 35 Millionen Euro aus dem aktuellen System zur Systemverbesserung zur VerfügungIm Rahmen des 35 Millionen Euro schweren Investitionspakets werden diverse Maßnahmen getroffen, um Leerstände in den Kitas insgesamt zu verringern und dadurch eventuell anstehende Kita-Schließungen zu vermeiden. Es werden die Kita- Zugänge für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund und bildungsfernen Familien, die häufig keine Kita besuchen, besonders adressiert.Die Betreuungsquote der 3- bis 6-jährigen in Schleswig-Holstein liegt unter dem Bundesdurchschnitt von 95 Prozent mit 92 Prozent Aber wird ausschließlich nur die Gruppe der Kinder mit Migrationshintergrund betrachtet, liegt die Betreuungsquote nur bei circa 60 Prozent. Wir wollen, dass möglichst alle Kinder diesen Zugang zur frühkindlichen Bildung erhalten.Deswegen stärken wir die niederschwellig konzipierten 144 Familienzentren im Land mit zusätzlichen 3 Millionen Euro für weiteres Personal, um aufsuchende Arbeit für diese Gruppen zur Motivation zu ermöglichen. Zudem erhöhen wird die Anzahl der Perspektivkitas um 125 auf dann 175 Kitas. Hier werden zusätzliche 5,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem werden die Krankheitstage des pädagogischen Personals von 15 auf nunmehr 19 Tage erhöht, mit einem Landeszuschuss von 12 Millionen Euro.Zudem werden die inklusiven Kitas mit 4 Millionen Euro gestärkt und die überarbeiteten Bildungsleitlinien in die Praxis mit 300.000 Euro umgesetzt. Mit einem Seite 2/3 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Neubauzuschlag in Höhe von 8 Millionen Euro und der Übernahme und Umsetzung von Tarifabschlüssen mit 5,8 Millionen Euro gehen die Kommunen nicht leer aus.Das Kita-Portal wird elternfreundlicher verbessert und die Kita-Datenbank wird für die Kindertagespflege optimiert. Hinzu kommt die gesetzliche Anpassung für eine bessere Bedarfsplanung vor Ort.Insgesamt investiert das Land mit rund 800 Millionen Euro so viel wie noch nie in die frühkindliche Bildung. Und darauf sind wir sehr stolz.Herzlichen Dank! Seite 3/3 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de