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Bernd Buchholz zu TOP 17 "Einführung eines Aufstiegsbonus zur Stärkung der beruflichen Bildung und Fachkräftesicherung"
07.05.2026 | WirtschaftBernd Buchholz zu TOP 17 "Einführung eines Aufstiegsbonus zur Stärkung der beruflichen Bildung und Fachkräftesicherung" In seiner Rede zu TOP 17 (Einführung eines Aufstiegsbonus zur Stärkung der beruflichen Bildung und Fachkräftesicherung) erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Bernd Buchholz:„Das ist alles richtig, 2017 waren die Zeiten anders. Und in diesem Land gab es zu diesem Zeitpunkt keine Meistergründungsprämie. Denn die haben wir 2017 eingeführt, 2019 ist gekommen. Und darauf bin ich stolz, dass wir das damals gemacht haben, weil es das erste Mal war, dass man gezeigt hat, dass man nicht nur bei Sonntagsreden sagt, der Meister soll uns so viel wert sein wie der Master, sondern wir haben gesagt, es gibt eine konkrete Förderung dafür, dass sich ein Meister mit einem Betrieb etablieren kann. Ich habe ja überhaupt nicht gesagt, dass ich die Meistergründungsprämie abschaffen würde, ganz im Gegenteil. Wir haben sogar kurzfristig überlegt, ob man sie nicht aufstocken müsste heute, weil die Kosten für die Gründung eines Betriebes natürlich auch deutlich höher geworden sind und die 10.000 Euro, die es dafür gibt, natürlich heute eine andere Wertigkeit haben als noch vor fast zehn Jahren.Was ist denn eigentlich die Lösung der bestimmten Probleme, die wir haben? Und da müssen wir doch eines einräumen: Die Meistergründungsprämie ist erfolgreich, sie wird aber auch nur in einem bestimmten Maße in Anspruch genommen. Für das Nachfolgeproblem, das wir im Lande real haben, ist aber wichtig, dass wir überhaupt Potentiale haben von Menschen, die solche Betriebe übernehmen können. Und die brauchen einen Meisterbrief. Aber für viele Leute – und da ist die Diskussion mit den Handwerkerinnen und Handwerkern manchmal ganz hilfreich –, die einen Gesellenabschluss haben, ist die Belastung und die Herausforderung zu groß, dass sie eine Prämie nur bekommen, wenn sie gleich einen Betrieb übernehmen oder sich selbständig machen müssen.Zumal das auch noch eine finanzielle Herausforderung ist, eine Meisterprüfung kostet 10 bis 15.000 Euro. Und da finde ich es deshalb sehr wohl nachdenkenswert, ob man nicht mit relativ kleinem Geld die Basis derjenigen verbreitert, die in der Lage wären, dann auch die Nachfolge anzutreten, also erstmal Leute mit einem Meisterbrief auszustatten. Und jetzt kommt der Charme an dem Vorschlag, den wir da machen. Der Charme besteht doch darin, dass heute mit dem Ausbildungs-BAföG der Meister bereits zum Teil finanziert wird. Von der KfW bekommt man bei erfolgreichem Abschluss die Hälfte der Kosten erlassen. Und auf Antrag wird ein weiteres Viertel der gesamten Ausbildungssumme übernommen und quasi von einem Darlehen in einen Zuschuss umgewandelt. Und dann bleibt noch ein letztes Viertel von etwa 2.500 Euro Darlehen. Die könnte das Land übernehmen und dann könnten wir den Leuten sagen: Ihr werdet komplett kostenfrei eine Meisterausbildung machen.Und wenn Sie sich heute nicht dazu durchringen können, liebe Kollegen von der Koalition, dann sage ich Ihnen Voraus: Spätestens in Ihrem Landtagswahlprogramm wird das drinstehen. Da bin ich ganz sicher, denn das ist halt eine gute Idee von der Opposition, das auf diese Art und Weise zu regeln. Denn wir können doch eine Situation nicht leugnen in diesem Land. Nach wie vor sind unsere Bemühungen mehr Menschen in handwerkliche Berufe zu bringen nicht so erfolgreich, wie sie sein müssten. Wir brauchen mehr Leute, die eben nicht sofort nach der Schule ein Studium aufnehmen.Wir brauchen mehr Leute, die in Handwerksausbildungen gehen, die dann hinterher sagen, dass das Handwerk auch eine Zukunft ist, die möglicherweise sogar finanziell lukrativer sein kann als so manches Hochschulstudium. Das ist ein Anreiz, der dazu führen soll, nach der erfolgreichen Handwerksausbildung – wie im Studium auch – mit einer Meisterausbildung wie bei der Masterausbildung nahezu kostenlos durchzukommen. Ich finde den Vorschlag nicht nur überdenkenswert, ich finde den Vorschlag richtig und deshalb habe ich ihn gemacht. Zusätzlich zur Meistergründungsprämie. Das ist jetzt wie bei vielen Vorschlägen aus der Opposition: Die werden jetzt abgelehnt und die brauchen ihre Zeit. Aber die werden in diesem Landtag irgendwann einmal – wahrscheinlich, wenn ich mir dabei bin – beschlossen werden. Und das ist gut so, weil wir Signale setzen müssen für ein stabiles, gutes Handwerk in Schleswig-Holstein.“Sperrfrist Redebeginn!Es gilt das gesprochene Wort. Bernd Buchholz Sprecher für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Innen & Recht, Justiz, Wohnungsbau, Kommunales, Medien, Digitalisierung, Migration, Extremismus/Verfassungsschutz, Polizei, Datenschutz, Landesplanung, Zusammenarbeit HH-SH Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. PressesprecherinTel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.deFDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de