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07.05.26 , 17:54 Uhr
CDU

TOP 17: Förderung, die nicht nur Aschlüsse ehrt, sondern Zukunft sichert

Handwerk | 07.05.2026 | Nr. 152/26
TOP 17: Förderung, die nicht nur Abschlüsse ehrt, sondern Zukunft sichert Es gilt das gesprochene Wort!
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren,
wer mit Handwerksbetrieben im Land spricht, hört im Moment immer wieder denselben Satz:
Die Auftragsbücher sind voll – aber wir brauchen Menschen, die in den Betrieben arbeiten oder diese sogar weiterführen. Genau darum geht es doch im Kern auch bei dieser Debatte.
Das Handwerk hält unser Land ganz praktisch am Laufen.
Zimmerer, Elektriker, Tischler, KFZ- Mechatroniker, Friseure oder Bäcker und viele weitere. Überall sorgen Handwerkerinnen und Handwerker dafür, dass Dinge funktionieren. Der Meisterbrief steht dabei seit Generationen für Qualität, Verantwortung und Unternehmergeist.
Deshalb ist es richtig, dass wir darüber sprechen, wie wir berufliche Aufstiegsfortbildungen weiter stärken können.
Die SPD schlägt mit ihrem Antrag vor, einen Aufstiegsbonus nach dem Vorbild des Saarlandes einzuführen. Im Saarland erhalten Absolventinnen und Absolventen auch nach bestandener Meisterprüfung eine einmalige Prämie von 2.000 Euro, viele andere Absolventen, wie Techniker usw., auch. Die Idee dahinter ist klar:
Die berufliche Bildung soll stärker anerkannt werden und mehr Menschen sollen motiviert werden, den Meisterabschluss zu machen. Das Anliegen dahinter kann man durchaus nachvollziehen. Aber wir sollten uns eine einfache Frage stellen:
Welches Problem wollen wir eigentlich lösen?
Der Meisterbrief im Handwerk ist weiterhin gefragt. Die Zahl der Meisterabschlüsse bewegt sich seit Jahren auf einem stabilen Niveau. Die eigentliche Herausforderung liegt an einer anderen Stelle.
Das Problem im Handwerk ist nicht der fehlende Meisterbrief. Das Problem ist die


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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Betriebsnachfolge.
In den kommenden Jahren werden viele Betriebe eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger suchen. Wenn diese Nachfolge nicht gelingt, verschwinden funktionierende Betriebe – und mit ihnen Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und regionale Wirtschaftskraft.
Und genau deshalb setzt Schleswig-Holstein bereits heute, und zwar schon seit Jamaika, an der entscheidenden Stelle an.
Mit der Meistergründungsprämie unterstützen wir Meisterinnen und Meister mit 7.500 Euro, wenn sie einen Betrieb gründen oder übernehmen. Das kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar 5-stellig werden. Damit fördern wir nicht nur einen Abschluss. Wir fördern Menschen, die unternehmerische Verantwortung übernehmen.
Und die Entwicklung der Antragszahlen zeigt deutlich: Dieses Instrument wird im Handwerk angenommen und genutzt.
Mit der Praktikumsbörse, der Praktikumsprämie wird genau dieser Weg einer Bildungsbiografie eingeleitet. Alles in Allem also ein runder pragmatischer und funktionierender Weg. Hier liegt auch der zentrale Unterschied zum saarländischen Modell.
Der Aufstiegsbonus im Saarland wird nach bestandener Prüfung gezahlt – unabhängig davon, welchen beruflichen Weg jemand danach einschlägt. Schleswig- Holstein setzt bewusst einen anderen Schwerpunkt.
Wir fördern dort, wo es für das Handwerk wirklich entscheidend ist, bei Betriebsgründungen und Betriebsübernahmen.
Denn genau dort entscheidet sich, ob Betriebe bestehen bleiben, Arbeitsplätze gesichert werden und das Handwerk in unseren Regionen eine Zukunft hat. Der Antrag der SPD greift ein wichtiges Thema auf. Der vorgeschlagene Weg überzeugt jedoch nicht. Deshalb schlagen wir mit unserem Alternativantrag einen anderen Ansatz vor.
Unser Ziel ist es, die Attraktivität beruflicher Aufstiegsfortbildungen weiter zu stärken – gleichzeitig aber sicherzustellen, dass Förderung dort ansetzt, wo sie tatsächlich strukturelle Wirkung entfaltet. Denn das Handwerk braucht nicht nur Anerkennung. Das Handwerk braucht vor allem Menschen, die Betriebe übernehmen. Anerkennung für Leistung im Handwerk ist wichtig, aber Förderpolitik sollte dort ansetzen, wo sie wirklich etwas bewegt.
Es müssen diejenigen gefördert werden, die wollen und können und nicht die Vollkaskomentalität der Gesellschaft befördert werden. Zusätzliche Wege im Bereich einer BAföG Förderung gibt es ohnehin.
Und im Übrigen gab es schon unter Jamaika eine Diskussion über den Inhalt des FDP


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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Antrages, der damals allerdings vom jetzigen Antragssteller, bei einer wesentlich besseren finanziellen Ausstattung des Landes, oh Wunder, mit dem Hinweis auf die Kosten und das ist viel interessanter, eine Überförderung, abgelehnt wurde.
Und genau deshalb setzen wir in Schleswig-Holstein auf eine Förderung, die nicht nur Abschlüsse honoriert, sondern Zukunft im Handwerk sichert.
Vielen Dank.



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