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Anette Röttger: TOP 24: Die Vielfalt unserer Theaterlandschaft erhalten
Theater | 08.05.2026 | Nr. 156/26Anette Röttger: TOP 24: Die Vielfalt unserer Theaterlandschaft erhalten Es gilt das gesprochene Wort!Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin,liebe Kolleginnen und Kollegen,unser Landestheater hat 2024 sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Jetzt liegt ein umfangreiches und vielversprechendes Programm für die neue Spielzeit liegt vor: Mit rund 700 Veranstaltungen an 10 Orten in halb Schleswig-Holstein präsentiert das Landestheater eine breite Vielfalt für alle Alters- und Zielgruppen: Klassische und moderne Dramen, Opern, Musicals, Ballett, Symphoniekonzerte, Puppentheater und natürlich auch ein Weihnachtsmärchen. Freuen wir uns auf diese neue Spielzeit!Ich danke an dieser Stelle allen an unseren Theatern im Land Beteiligten für ihre unverzichtbare kulturelle Leistung und all denen, die für den Applaus sorgen!Danken möchte ich auch dem SSW, der einen Antrag zum Theaterland eingebracht hat. Da wir nicht in allen Punkten übereinstimmen, haben wir einen Alternativantrag vorgelegt.Die Theaterlandschaft in Schleswig-Holstein ist vielfältig. Sie umfasst die großen Häuser in den Städten Kiel und Lübeck und als größte Landesbühne das Schleswig- Holsteinische Landestheater und die Sinfonieorchester GmbH mit Spielstätten in Flensburg, Rendsburg, Itzehoe, Neumünster, Heide, Husum, Meldorf, Niebüll und St. Peter Ording.Hinzu kommt die hervorragende Arbeit der vielen kleineren privat geführten Theater und Laienbühnen, die unsere Theaterlandschaft bereichern – trotz bescheidener finanzieller Mittel und mit einem hohen persönlichen, ehrenamtlichen Einsatz.Für das Landestheater hat sich die große Solidargemeinschaft aus 17 Gesellschaftern bewährt. Trotz einer vielerorts finanziell schwierigen Lage ist es hier in Schleswig- Holstein immer gelungen, ein fast flächendeckendes und gut angenommenes Theaterangebot vorzuhalten.Allerdings stehen auch die Theater mit steigenden Personal- und Betriebskosten, einem Sanierungsstau in den Häusern und dringend notwendigen Seite 1/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Investitionsbedarfen vor großen Herausforderungen.Ein kostendeckendes Wirtschaften war für die Theater im Land bisher nie möglich und wird es auch in Zukunft nicht sein. Daher haben sich das Land und die beteiligten kommunalen Partner nicht nur auf eine Finanzierung über den kommunalen Finanzausgleich (FAG), sondern bereits mit dem Theaterkonzept von 2013 auf eine Wiedereinführung der Dynamisierung verständigt. Dies gilt nach wie vor.Die FAG-Mittel wurden zunächst auf 1,5 Prozent festgelegt und 2021 auf 2,5 Prozent erhöht. In Summe haben sich damit seit 2022 die finanziellen Mittel für die drei großen Häuser zusammen um über 20 Prozent auf über 51,8 Millionen Euro erhöht. Damit konnten u.a. die höheren Tarifabschlüsse aufgefangen werden.Das Land Schleswig-Holstein steht zu seiner Verantwortung und hat seine Zusagen eingehalten. Auch die beteiligten Kommunen in der Solidargemeinschaft haben sich bislang an die vereinbarten Gesellschafterbeiträge gehalten und auch das ist gut so!Die Aufrechterhaltung unserer Theaterlandschaft erfordert weiterhin die bewährte, gute Symbiose von Stadt und Land und ausdrücklich auch die Verlässlichkeit aller beteiligter Gesellschafter im Sinne der vereinbarten gemeinschaftlichen Finanzierung.In der Presseberichterstattung der vergangenen Wochen klang an, dass eine geplante Absenkung des Solidarbeitrages der Stadt Flensburg diskutiert wird. Das wäre aus unserer Sicht nicht nur für das Landestheater – sondern vermutlich auch für die Stadt Flensburg selbst – folgenreich und problematisch.Mit unserem Antrag fordern wir daher alle Gesellschafter auf, auch in diesen Zeiten die Regeln der bewährten und vereinbarten Solidargemeinschaft zu erfüllen.Gleichzeitig regen wir eine Untersuchung zur internen Organisation und zur Effizienz des Landestheaters an.Zudem fordern wir eine Bestandsaufnahme über die Finanzierungsstrukturen der öffentlich und privat geführten Theater und Laienbühnen als transparente Grundlage für die strategische Weiterentwicklung der Theaterlandschaft in Schleswig-Holstein insgesamt.Lassen Sie uns gemeinsam zu einer guten Weiterentwicklung unserer Theaterlandschaft in Schleswig-Holstein beitragen. Ich freue mich auf die neue Spielzeit und bitte um Zustimmung zu unserem Alternativantrag.Vielen Dank. Seite 2/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de