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Christopher Vogt: Schönfärberei ist noch keine Wirtschaftspolitik
11.05.2026 | WirtschaftChristopher Vogt: Schönfärberei ist noch keine Wirtschaftspolitik Zur heute von der Landesregierung vorgestellten Ansiedlungsbilanz erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt: „Die Ansiedlungsbilanz ist nicht mehr so katastrophal wie im Vorjahr, aber sie ist weit davon entfernt, ein Grund zur Freude zu sein. Unter 100 angesiedelte Unternehmen sind einfach zu wenig, wenn man sich die Bilanz der letzten zehn Jahre anschaut. Eine schwache Bilanz schönzureden, hilft nicht weiter. Schönfärberei ist noch keine Wirtschaftspolitik. Die Landesregierung muss in der Wirtschaftspolitik endlich wieder mehr eigene Impulse setzen. Der Wirtschaftsminister hat es versäumt, die Handlungsfelder der Ansiedlungsstrategie, die noch von der Vorgängerregierung stammt, aktiv anzupacken. So wurde weder die WTSH personell und finanziell gestärkt noch gibt es ein gemeinsames Standortmarketing mit der Metropolregion. Es fehlt an geeigneten Flächen für größere Ansiedlungen, die sich in Schleswig-Holstein niederlassen wollen. Die unflexible Landesplanung unter Schwarz-Grün macht Ansiedlungen in Schleswig- Holstein ebenfalls nicht attraktiver. Der schwachen Ansiedlungsbilanz steht eine hohe Zahl an Insolvenzen und ein Stellenabbau in vielen Unternehmen gegenüber. Die Landesregierung muss vor allem Start-Ups und Ausgründungen aus den Hochschulen besser unterstützen. Schleswig- Holstein bleibt hier weit unter seinem Potenzial. Die Landesregierung hat sich zu lange zu sehr auf das Großprojekt Northvolt verlassen, das ursprünglich mehr als 3.000 Arbeitsplätze im Land schaffen wollte. Nachdem das Projekt krachend gescheitert ist, hat bei der Landesregierung keinerlei Umdenken stattgefunden. Wirtschaftsminister Madsen hat zwar immer wieder eine neue Ansiedlungsstrategie angekündigt, aber bislang nichts vorgelegt. Die gesamtwirtschaftliche Lage ist zweifelsohne schwierig, aber umso mehr muss die Landesregierung aktiv handeln und die Rahmenbedingungen vorantreiben. Es muss weniger unnötige Bürokratie geben und nicht immer mehr. Das gilt auch für das Abstimmungsverhalten im Bundesrat, wo Schwarz-Grün gerade erst dem neuen Bundestariftreuegesetz zugestimmt hat.“ Christopher Vogt VorsitzenderKontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. PressesprecherinTel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.deFDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de