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Heiner Garg: Die Landesregierung muss Versorgungslücken bei schwerem ME/CFS schließen
12.05.2026 | GesundheitHeiner Garg: Die Landesregierung muss Versorgungslücken bei schwerem ME/CFS schließen Anlässlich des heutigen Internationalen ME/CFS-Tages erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: „ME/CFS ist eine schwere Erkrankung, die gesellschaftlich noch immer zu wenig bekannt ist. Gerade deshalb dürfen wir die betroffenen Menschen nicht durch das Raster fallen lassen. Wer das Haus krankheitsbedingt nicht mehr verlassen kann, hat einen besonderen Versorgungsbedarf. Zu oft müssen Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige in dieser schwierigen Situation mühsam um eine adäquate Versorgung kämpfen. Es ist wichtig, dass die Versorgung dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird. Das betrifft bei ME/CFS insbesondere die aufsuchende haus- und fachärztliche Versorgung, die vergütungsseitig so gestaltet sein muss, dass sie auch tatsächlich geleistet werden kann.Zuletzt haben die Antworten der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage zur Versorgungssituation in Schleswig-Holstein deutliche Lücken aufgezeigt. Belastbare Daten zu hausgebundenen Patientinnen und Patienten fehlen beispielsweise. Anzuerkennen ist zugleich, dass die Wartezeit für Erwachsene an der spezialisierten Post Covid Syndrom-Ambulanz (PCS- Ambulanz) des UKSH bereits reduziert werden konnte. Das zeigt, dass Verbesserungen möglich sind. Wartezeiten von bis zu zehn Monaten bleiben für schwer erkrankte Menschen dennoch eine erhebliche Belastung.Die aktuelle Fokussierung der spezialisierten PCS-Ambulanzen auf Post-Covid ist grundsätzlich nachvollziehbar. Doch versorgungspolitisch darf daraus keine Schieflage entstehen. ME/CFS nach anderen Infektionen wie dem Epstein-Barr-Virus müssen ebenso mitgedacht werden. Entscheidend ist die Schwere der Erkrankung – nicht der Auslöser.Wir brauchen deshalb ein interdisziplinäres Versorgungsmanagement, das Hausbesuche, telemedizinische Begleitung und Fallkoordination bis hin zur Pflegeberatung umfasst, um die Versorgung wirksam zu verbessern. Mit dem jüngst verlängerten Versorgungssicherungsfonds hat Schleswig-Holstein bereits ein geeignetes Instrument, um ein Modellvorhaben auf den Weg zu bringen. Dafür muss die Landesregierung den Fonds aber endlich wieder mit neuen Haushaltsmitteln ausstatten. Es darf keine Rolle spielen, ob es 900, 9.000 oder 90.000 Betroffene sind. In einem zivilisierten Land muss jeder schwerkranke Mensch Anspruch darauf haben, gesehen, ernst genommen und angemessen versorgt zu werden. Hierfür brauchen wir insbesondere den politischen Willen, schneller ins Handeln zu kommen.“ Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, Europa Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de