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19.05.26 , 14:10 Uhr
B 90/Grüne

Nelly Waldeck zu den in Kiel aufgehängten Plakaten mit antisemitischen Botschaften

Presseinformation Nr. 26.160 19.05.2026
Solidarität mit den Betroffenen antisemitischen Doxings Zu den in Kiel aufgehängten Plakaten mit antisemitischen Botschaften und persönlichen Daten von Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, sagt die Sprecherin für Antidiskriminierung der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Nelly Waldeck:
„Die in Kiel aufgetauchten Plakate, auf denen Namen, Gesichter und mutmaßliche Wohnadressen von Menschen veröffentlicht werden, die sich gegen Antisemitismus engagieren, sind erschütternd und alarmierend. Damit werden Menschen gezielt markiert, diffamiert und zur Zielscheibe von Gewalt gemacht. Das ist kein „Protest“, sondern eine massive Grenzüberschreitung und eine reale Gefahr für die Betroffenen. Wer solche Listen veröffentlicht und zur Gewalt aufruft, nimmt bewusst in Kauf, dass Menschen zu Schaden kommen.
Unsere volle Solidarität gilt allen Betroffenen. Besonders erschütternd ist, dass es Menschen trifft, die sich gegen Antisemitismus einsetzen oder selbst davon betroffen sind. Dieses Engagement verdient Schutz und Rückhalt. Zugleich ist es zutiefst beunruhigend, wie sehr sich Sprache und Formen der politischen Auseinandersetzung verschärft haben. Begriffe wie „Zionismus“ werden zunehmend genutzt, um Feindbilder zu konstruieren und Menschen pauschal abzuwerten. Dies trägt zu einem Klima bei, in dem solche Angriffe erst möglich werden.
Gerade deshalb ist die Arbeit von LIDA Schleswig-Holstein und LIBA Schleswig- Holstein von zentraler Bedeutung. LIDA und LIBA sind wichtige Anlaufstellen für alle Formen von Antisemitismus, unabhängig davon, aus welcher Richtung sie kommen. Diese Arbeit schafft Sichtbarkeit, ordnet Vorfälle ein und bietet Betroffenen wie auch beim aktuellen Vorfall Unterstützung. Es ist entscheidend, dass LIDA und LIBA als verlässliche, niedrigschwellige Anlaufstellen wahrgenommen werden und Betroffene antisemitischer Vorfälle dort Unterstützung in Anspruch nehmen können.
Wer Menschen öffentlich an den Pranger stellt und zur Gewalt aufruft, verlässt den Boden jeder legitimen politischen Auseinandersetzung. Dem müssen wir gemeinsam und entschieden entgegentreten.“
*** Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
T 0431 988 1503 M 0172 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de sh-gruene-fraktion.de

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