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Heiner Garg: Nach unimed-Vorfall darf IT-Sicherheit am UKSH kein Nulltitel bleiben
28.05.2026 | GesundheitHeiner Garg: Nach unimed-Vorfall darf IT-Sicherheit am UKSH kein Nulltitel bleiben Zur Befassung des Sozialausschusses mit dem Cyberangriff auf den Abrechnungsdienstleister unimed und den Folgen für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: „Der heute im Sozialausschuss dargestellte Sachstandsbericht zeigt: Das UKSH selbst war nach bisherigen Erkenntnissen nicht Ziel des Angriffs, die Patientenversorgung war nicht beeinträchtigt und die IT-Systeme des UKSH wurden nicht kompromittiert. Doch gleichzeitig sind nach vorläufigem Stand rund 9.000 Datensätze von Patientinnen und Patienten des UKSH bei einem externen Dienstleister entwendet worden. Das ist ein schwerwiegender Vorgang.Ausgelagerte Prozesse dürfen nicht zu ausgelagerten Sicherheitslücken werden. Deshalb muss der Fall nach den Maßstäben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik bewertet werden. Outsourcing gehört auch im Gesundheitswesen selbstverständlich zur Arbeitsteilung. Entscheidend ist aber, dass sensible Prozesse bei externen Dienstleistern genauso konsequent abgesichert werden wie im eigenen Haus. Der Fall muss deshalb sorgfältig aufgearbeitet werden, mit der klaren Zielsetzung, Patientendaten künftig noch besser zu schützen.Politisch ist der Fall brisant, weil Schwarz-Grün den Haushaltstitel ‚Zuschuss für Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit am UKSH‘ seit 2024 nicht mehr mit Mitteln ausstattet. Ein Haushaltstitel, der zuvor noch einen Umfang von 800.000 Euro hatte, darf angesichts solcher Risiken kein Nulltitel bleiben. Denn die IT-Sicherheit am UKSH als Teil der Kritischen Infrastruktur ist immer auch Patientensicherheit.Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, die Mittel im Rahmen der Haushaltsaufstellung 2027 wieder einzustellen, insbesondere für Maßnahmen zur Verbesserung der Schnittstellensicherheit, für Dienstleister- Audits und für gemeinsame IT-Notfallübungen.Dass das UKSH betroffene Patientinnen und Patienten jetzt zügig darüber informiert, welche Daten abgeflossen sind und welche Schutzmaßnahmen etwa gegen Phishing, Betrugsversuche oder Identitätsdiebstahl sinnvoll sind, begrüßen wird ausdrücklich. Der Fall unimed ist ein Warnsignal: Wer bei IT- Sicherheit spart, spart an der falschen Stelle.“ Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, EuropaKontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. PressesprecherinTel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.deFDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de