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Heiner Garg: Ambulante Versorgung stärken, statt sie kaputtzusparen
09.06.2026 | GesundheitHeiner Garg: Ambulante Versorgung stärken, statt sie kaputtzusparen Zum morgigen (10.6.) Protesttag der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: „Ich habe großes Verständnis dafür, dass Ärztinnen und Ärzte in Schleswig-Holstein mit Praxisschließungen ein deutliches Zeichen setzen. Das von Gesundheitsministerin Warken geplante GKV-Spargesetz trifft nicht nur einzelne Arztgruppen, sondern die gesamte niedergelassene Versorgung: Hausarztpraxen, Facharztpraxen, kinderärztliche Praxen und psychotherapeutische Praxen.Wer Versorgung vor Ort sichern will, darf diejenigen nicht schwächen, die diese Versorgung jeden Tag gewährleisten. Gerade Schleswig-Holstein ist als Flächenland auf leistungsfähige ambulante Strukturen angewiesen. Wenn Praxen wirtschaftlich unter Druck geraten, spüren das die Patientinnen und Patienten unmittelbar. Es wäre fatal, wenn nun weniger Termine, kürzere Sprechstunden, längere Wartezeiten und weitere Anfahrtswege billigend in Kauf genommen werden.Besonders schwer wiegt der Vertrauensverlust, den die Bundesregierung mit ihren Plänen ausgelöst hat. Praxen benötigen wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen, damit sie Personal beschäftigen, investieren und planen können. Wenn hart errungene Fortschritte wie die Entbudgetierung bei den hausärztlichen Praxen und in der Kinder- und Jugendmedizin nach kurzer Zeit teilweise wieder einkassiert oder durch neue Kürzungen entwertet werden, fehlt jede verlässliche Grundlage für die Zukunft. So gewinnt man keinen Nachwuchs für die niedergelassene Versorgung.Bundesgesundheitsministerin Nina Warken muss erkennen, dass dieser Gesetzentwurf keine historische Sozialreform ist, sondern ein Spargesetz nach der Rasenmähermethode. Es löst keine Versorgungsprobleme, sondern verschärft sie, gerade im ländlich geprägten Schleswig-Holstein.Schleswig-Holstein braucht stattdessen starke Praxen, weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen. Deshalb muss Gesundheitsministerin Warken die ambulante Versorgung stärken, statt sie kaputtzusparen. Wer die Versorgung der Menschen vor Ort sichern will, muss jetzt umsteuern.“ Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, Europa Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. PressesprecherinTel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.deFDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de