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11.06.26 , 16:23 Uhr
FDP

Heiner Garg: Wer ambulante Versorgung sichern will, braucht mehr Mut und Schleswig-Holstein-Spirit

11.06.2026 | Gesundheit
Heiner Garg: Wer ambulante Versorgung sichern will, braucht mehr Mut und Schleswig-Holstein-Spirit Zum heutigen Fachgespräch „Ambulante medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein für die Zukunft sichern“ des Sozialausschusses erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: 
„Das Fachgespräch hat gezeigt: Es gibt viele gute Ideen. Entscheidend ist aber, wie wir mit begrenzten Ressourcen dauerhaft Versorgung in der Fläche sichern. Dafür brauchen wir mehr politischen Mut, mehr Zutrauen in diejenigen, die tagtäglich die Versorgung gewährleisten sowie ausreichend Haushaltsmittel zum Ausprobieren und weniger Warten auf Berlin.
Es kommt jetzt darauf an, passende Rahmenbedingungen für eine noch engere Zusammenarbeit von Haus- und Facharztpraxen, Pflege, Apotheken, Sanitätshäusern, Rettungsdienst und weiteren Gesundheitsberufen zu schaffen. Delegation und Substitution dürfen dabei keine theoretischen Begriffe bleiben. Wenn Physician Assistants, Community Health Nurses oder andere Gesundheitsberufe Ärztinnen und Ärzte entlasten sollen, müssen Verantwortlichkeiten klar geregelt und Leistungen verlässlich vergütet werden. Ein echtes Leuchtturmprojekt wäre zudem ein Zertifikatsstudiengang Allgemeinmedizin. Wenn mehr junge Ärztinnen und Ärzte in die hausärztliche Versorgung gehen sollen, muss sich die Bedeutung der künftigen Primärversorgung auch in Lehre und Ausbildung widerspiegeln. Allgemeinmedizin muss sichtbarer und praxisnäher vermittelt werden.
Wer ambulante Versorgung sichern will, muss den Praxen Mut machen. Fatal wäre es deshalb, die gerade erst erreichte Entbudgetierung in der hausärztlichen Versorgung wieder zurückzudrehen. Wer Praxen stärken will, muss ihnen Planbarkeit geben. Der Grundsatz muss gelten: Was geleistet wird, muss auch bezahlt werden.
Kommunale MVZ können im Einzelfall eine Übergangslösung sein, sind aber keine Blaupause. Ziel muss bleiben, Versorgung in selbstständiger Hand attraktiv zu halten. Mit dem Versorgungssicherungsfonds gibt es grundsätzlich einen Instrumentenkasten auf Landesebene, um neue Modellvorhaben etwa bei Digitalisierung oder neuen Kooperationsformen zu ermöglichen. In den letzten Jahren hat Schwarz-Grün dafür keine neuen Haushaltsmittel bereitgestellt. Das muss sich ändern, wenn der Versorgungssicherungsfonds mehr sein soll als ein leeres Versprechen. Eine funktionierende Versorgung ist Daseinsvorsorge. Sie entscheidet auch darüber, ob Menschen Vertrauen in Politik und Demokratie behalten.“



Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, Europa


Kontakt: Sina Schmalfuß, v.i.S.d.P. Pressesprecherin
Tel.: 0431 988 1490 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de



FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de

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