Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

11.06.26 , 16:56 Uhr
SPD

Birte Pauls: Fachgespräch bestätigt SPD-Forderungen zur Sicherung der ambulanten Versorgung

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de
PRESSEMITTEILUNG 122 – 11.06.2026
Birte Pauls Fachgespräch bestätigt SPD-Forderungen zur Sicherung der ambulanten Versorgung Zum Fachgespräch im Sozialausschuss zu unserem Antrag zur Sicherung der ambulanten medizinischen Versorgung in Schleswig-Holstein erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, Birte Pauls:
„Das Fachgespräch hat deutlich gemacht: Die Herausforderungen in der ambulanten Versorgung sind bekannt – jetzt müssen die richtigen Konsequenzen gezogen werden. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Ärzteschaft, Pflege, Krankenkassen und Selbstverwaltung haben zahlreiche Forderungen unseres Antrags ausdrücklich bestätigt.
Die ambulante Versorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Angesichts des bevorstehenden Generationenwechsels im Gesundheitswesen müssen wir heute die Voraussetzungen schaffen, damit die Menschen in Schleswig-Holstein auch künftig verlässlich und wohnortnah versorgt werden. Ein zentraler Baustein ist die Stärkung der Allgemeinmedizin. Vorgestellt wurden viele gute Ideen, um mehr junge Menschen für die hausärztliche Tätigkeit zu gewinnen – etwa ein Zertifikatsstudiengang Allgemeinmedizin. Diese Ansätze müssen finanziell von der Landesregierung unterstützt werden. Gleichzeitig brauchen junge Ärztinnen und Ärzte mehr Planungssicherheit und bessere Rahmenbedingungen, damit sie den Schritt in die Niederlassung wagen.
Große Einigkeit bestand auch beim Bürokratieabbau. Ärztinnen und Ärzte verbringen inzwischen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben statt mit der Behandlung von Patientinnen und Patienten. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Breite Unterstützung erhielt zudem unsere Forderung, den Versorgungssicherungsfonds wieder aufzulegen. Es war ein Fehler der Landesregierung, dieses wichtige Instrument insbesondere für den ländlichen Raum auf Null zu setzen. Der Fonds kann helfen, Niederlassungen zu fördern und Versorgungsengpässe frühzeitig zu verhindern.
Deutlich wurde auch: Die Delegation ärztlicher Tätigkeiten an qualifizierte Gesundheitsberufe muss endlich vorangebracht werden. Physician Assistants, Community Health Nurses und andere Gesundheitsberufe sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Klare Zuständigkeiten und eine verlässliche Finanzierung können dazu beitragen, Ärztinnen und Ärzte zu entlasten und die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern.
Die Ergebnisse des Fachgesprächs bestätigen unseren Ansatz: Wir brauchen mehr Nachwuchsförderung, weniger Bürokratie, eine funktionierende Digitalisierung, mehr Mut zu innovativen Versorgungsmodellen und eine vorausschauende Planung mit allen Akteuren der Gesundheitsversorgung in den Regionen. Dafür braucht es jetzt politischen Willen und entschlossenes Handeln auf Landesebene.“



1

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen