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Manfred Uekermann: TOP 52+60: Konsequente und langfristige Finanzierung von ländlicher Entwicklung und Küstenschutz
Küstenschutz | 17.06.2026 | Nr. 191/26Manfred Uekermann: TOP 52+60: Konsequente und langfristige Finanzierung von ländlicher Entwicklung und Küstenschutz Es gilt das gesprochene Wort!Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,Schleswig-Holstein ist geprägt durch seine ländlichen Räume, seine Inseln und Halligen – und es ist das Land der Küsten.Wer für dieses Land Verantwortung trägt, muss beides zusammen denken: den ländlichen Raum als wirtschaftliches und gesellschaftliches Rückgrat unseres Landes und den Küstenschutz als Lebensversicherung für ganze Regionen. Genau dafür stehen wir!Der ländliche Raum ist für uns keine Kulisse, sondern Kern unseres Landes. Hier arbeiten Landwirtinnen und Landwirte, Handwerkerinnen und Handwerker, Fischerinnen und Fischer, Unternehmerinnen und Unternehmer des Mittelstands. Hier entstehen Arbeitsplätze im Tourismus, in der Pflege und in vielen kleinen und mittleren Betrieben. Hier leisten Feuerwehren, Vereine und die Kommunalpolitik jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.Wer auf dem Land lebt, hat Anspruch auf eine leistungsfähige Infrastruktur, auf gute Versorgung und auf Sicherheit. Deshalb investieren wir gezielt in unsere ländlichen Räume: in die Entwicklung unserer Dörfer, in Wege und Wasserwirtschaft, in moderne und widerstandsfähige Strukturen vor Ort. Wir nutzen die Gemeinschaftsaufgabe, um genau dort anzusetzen, wo sich entscheidet, ob junge Menschen bleiben, Unternehmen investieren und Kommunen ihre Aufgaben auch künftig erfolgreich erfüllen können.Aber, meine Damen und Herren, all das ist nur möglich, wenn wir eines sicherstellen: den Schutz unserer Küsten. Die Ereignisse an der Ostseeküste im Oktober 2023 haben uns eindrücklich vor Augen geführt, wie verletzlich unsere Küstenregionen sind. Sie haben gezeigt: Küstenschutz ist kein Randthema, Küstenschutz ist Daseinsvorsorge, Küstenschutz ist Sicherheits-, Wirtschafts- und Tourismuspolitik zugleich.Und moderner Küstenschutz bedeutet auch, natürliche Lösungen stärker mitzudenken. Steinriffe in der Ostsee sind dafür ein hervorragendes Beispiel. Sie Seite 1/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de bieten wertvolle Laich- und Rückzugsräume für Arten wie den Dorsch und unterstützen damit die Stabilität der Fischbestände. Gleichzeitig wirken sie als natürliche Wellenbrecher, reduzieren die Energie einlaufender Wellen und leisten damit einen Beitrag zum Küstenschutz.Darüber hinaus schaffen diese Hartsubstrate Lebensräume für Algen, Muscheln und zahlreiche andere Benthosorganismen. Sie binden Nährstoffe, verbessern die Wasserqualität und fördern eine hohe biologische Vielfalt. Steinriffe zeigen damit, wie sich ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Interessen und Schutzmaßnahmen sinnvoll miteinander verbinden lassen. Genau diese Verbindung wollen wir stärken: technische Sicherheit dort, wo sie notwendig ist – und natürliche Schutzfunktionen dort, wo sie möglich und sinnvoll sind.Meine Damen und Herren, wer Verantwortung übernimmt, muss auch über Zahlen sprechen. Im Jahr 2024 Wurden rund 91 Millionen Euro GAK-Mittel verausgabt. Zusätzlich wurden 16 Millionen Euro für die Deichertüchtigung an der Ostseeküste bereitgestellt, 42 Millionen Euro der Mittel flossen in den Küstenschutz. 2025 wurden 94,4 Millionen Euro angemeldet, davon entfielen 40,8 Millionen Euro für den Küstenschutz, 13,6 Millionen Euro an zusätzlichen Mittel für die Ostseesturmflut – insgesamt also 108 Millionen Euro. Auch 2026 setzen wir diesen Kurs fort: Bund und Land stellen insgesamt 99,3 Millionen Euro bereit, für den Küstenschutz sind erneut 40,8 Millionen Euro vorgesehen. Darüber hinaus stehen 75,1 Millionen Euro an GAK- Kassenmitteln zur Verfügung: 25,7 Millionen Euro für den Küstenschutz, 50,6 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigungen für mehrjährige Projekte.Das zeigt: Wir sprechen nicht nur über den Schutz unserer Küsten. Wir finanzieren ihn auch. Wir handeln vorausschauend. Wir nutzen Bundesmittel konsequent. Wir setzen eigene Landesmittel ein. Und wir denken über das einzelne Haushaltsjahr hinaus. Denn jeder Euro, den wir heute in Deiche, Schutzanlagen, Wasserbewirtschaftung und naturnahe Maßnahmen wie Steinriffe investieren, spart morgen ein Vielfaches an Schadenskosten, Nothilfen und Wiederaufbau.Deshalb sagen wir ganz deutlich: Wer im ländlichen Raum glaubwürdig sein will, darf beim Küstenschutz nicht auf Sicht fahren. Man kann nicht nach jeder Sturmflut Betroffenheit zeigen und gleichzeitig die notwendigen Mittel infrage stellen. Sicherheit braucht Verlässlichkeit. Für uns als Fraktion steht der Kurs fest: Wir stärken unsere Dörfer und Gemeinden im ländlichen Raum. Wir stehen für eine konsequente und langfristige Finanzierung von ländlicher Entwicklung und Küstenschutz. Küstenschutz ist Daseinsvorsorge – und damit eine zentrale Aufgabe unseres Landes.Schleswig-Holstein braucht sichere Deiche, widerstandsfähige Küstenökosysteme und gute Perspektiven für die Menschen in unseren ländlichen Räumen. Dafür übernehmen wir Verantwortung: mit klaren politischen Entscheidungen, mit soliden Finanzen und mit einem Leitbild, das Heimat, wirtschaftliche Stärke und Natur nicht gegeneinander ausspielt, sondern zusammenführt. Seite 2/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de