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18.06.26 , 16:42 Uhr
CDU

Andreas Hein: TOP 29+46: Energieproduktion und eine entschlossene Energiewende sind unsere Antwort

Energiepolitik | 18.06.2026 | Nr. 203/26
Andreas Hein: TOP 29+46: Energieproduktion und eine entschlossene Energiewende sind unsere Antwort Es gilt das gesprochene Wort!
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren,
die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und die damit verbundenen Störungen auf den internationalen Energiemärkten zeigen erneut, wie verletzlich unsere Energieversorgung leider noch immer ist. Die Sperrung der Straße von Hormus und die Zerstörung wichtiger Energieinfrastrukturen haben die Preise für Öl und Gas deutlich steigen lassen. Diese Entwicklungen zeigen: Die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten ist nicht nur ein wirtschaftliches Risiko, sondern auch eine sicherheitspolitische Herausforderung.
Gerade deshalb ist die Energiewende weit mehr als Klimaschutz. Sie ist eine Investition in unsere Versorgungssicherheit, unsere wirtschaftliche Stärke und unsere politische Unabhängigkeit. Schleswig-Holstein hat auch diesen Zusammenhang früh erkannt und ist heute Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien. Windkraft an Land und auf See, Solar- und Bioenergie sowie Speicher tragen bereits heute dazu bei, die Strompreise zu stabilisieren und unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern.
Allerdings wird Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie wird den Strombedarf in den kommenden Jahren erheblich erhöhen. Deshalb brauchen wir einen weiteren konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger.
Die Ausgestaltung eines Anschluss EEG ist dafür von zentraler Bedeutung. Dazu gehört auch, dass Strom für alle bezahlbar ist. Wer Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge nutzen soll, darf nicht durch unnötig hohe Stromkosten belastet werden. Deshalb ist unsere Forderung nach einer Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß, ein wichtiger Schritt, um Haushalte und Unternehmen zu entlasten.
Ebenso brauchen wir mehr Tempo beim Ausbau der Windenergie. Die bislang vorgesehenen Ausschreibungen reichen nicht aus, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. Unsere Forderung nach zusätzlichen Sonderausschreibungen und eine stärkere Berücksichtigung von Bürgerenergieprojekten stärken die Akzeptanz vor Ort

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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de und sorgen dafür, dass die Wertschöpfung in den Regionen bleibt.
Neue Hürden, wie den Redispatchvorbehalt oder die Forderung von Baukostenzuschüssen für erneuerbare Energieanlagen, lehnen wir strikt ab.
Für Investitionen brauchen wir feste und flexible Netzanschlüsse, digitale Lösungen und moderne Instrumente wie produktionsabhängige Differenzverträge, um die zweite Halbzeit der Energiewende erfolgreich zu gestalten.
So schaffen wir die notwendige Planungssicherheit für die Energiewirtschaft und treiben die Energie- und Klimawende weiter voran.
Zugleich müssen Netze, Speicher und Wasserstoffinfrastruktur schneller ausgebaut werden. Wasserstoff wird zukünftig eine Schlüsselrolle für die Transformation unserer Industrie spielen. Schleswig-Holstein verfügt über hervorragende Voraussetzungen, eine führende Wasserstoffregion zu werden. Neben dem Import von grünem Wasserstoff benötigen wir den konsequenten Aufbau eigener Elektrolysekapazitäten.
Die Erzeugung von grünem Wasserstoff vor Ort stärkt die regionale Wertschöpfung und ist ein unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zum klimaneutralen Industrieland.
Deshalb hat unsere Landesregierung sofort auf die Herausnahme der geplanten Wasserstoffneubauleitung zwischen Ellund und Niebüll aus dem ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans reagiert und sich eingesetzt.
Das Ergebnis ist, dass in dieser Woche veröffentlicht wurde, das im Verfahren der Konsultation zum überarbeiteten Entwurf des Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff die Leitung nun wieder aufgenommen wurde.
Die Region muss an das bundesweite Wasserstoffkernnetz angeschlossen werden, daher werden wir uns weiter vehement dafür einsetzen das dieses wichtige Infrastrukturprojekt kommt.
Gleichzeitig begrüßen wir die Planungen von Unternehmen für Elektrolyseure und Wasserstoffprojekte in Schleswig-Holstein.
Meine Damen und Herren, die aktuelle Lage zeigt: Hohe Gaspreise bedeuten oft hohe Energiekosten für Wirtschaft und Verbraucher.
Die beste Antwort darauf ist eine eigene Energieproduktion und eine entschlossene Energiewende. Sie macht uns unabhängiger, stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und schützt das Klima. Schleswig-Holstein wird diesen Weg weiterhin entschlossen gehen.
Ich bitte unseren Anträgen zuzustimmen. Vielen Dank



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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de

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