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19.06.26 , 12:22 Uhr
CDU

Rixa Kleinschmit: Rede zu Protokoll: TOP 35: Bildung für nachhaltige Entwicklung besser ordnen, klarer machen und sichtbarer gestalten

BNE | 19.06.2026 | Nr. 207/26
Rixa Kleinschmit: Rede zu Protokoll: TOP 35: Bildung für nachhaltige Entwicklung besser ordnen, klarer machen und sichtbarer gestalten Rede zu Protokoll gegeben!
Als Politikerin ist man manchmal vieles, letztens durfte ich ein Eichhörnchen sein! Zum Glück war ich nicht allein, es gab auch Kaninchen, Bären, Bieber und Fledermäuse. Die Kollegin Backsen war, wenn ich mich richtig erinnere, ein Kaninchen.
Und es war einer die schönsten Termine in den letzten Monaten. Wir waren auf dem Bungsberg und haben die dortige Bildungsstätte besichtigt, durften mit einer Kindergartengruppe basteln – Stirnbänder mit im Wald gefundenen Sachen passend zu den von uns gewählten Tieren - und uns mit den Pädagoginnen und Pädagogen austauschen.
Es hat uns gezeigt, wieviel Herzblut und Engagement hinter so sperrigen Worten wie außerschulischer Lernort und Bildung für nachhaltige Entwicklung steht. Welchen Wert diese Orte für unsere Kleinsten haben und wie kindgerecht die komplexen Zusammenhänge unsere Umwelt an diesen Orten vermittelt werden. Es hat uns aber auch gezeigt, wo das Programm noch Schwächen hat und das die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen trotz Zertifizierung und großem Wissen manchmal das Gefühl haben, dass sie „mehr als großer Spielplatz mit Betreuung“ wahrgenommen werden.
Und es hat uns gezeigt, dass, wenn wir über Bildung für nachhaltige Entwicklung sprechen, wir nicht über ein Randthema sprechen, sondern über etwas, das quer durch unsere Bildungslandschaft wirkt. Es geht darum, Menschen schon früh in die Lage zu versetzen, Zusammenhänge zu verstehen und verantwortliche Entscheidungen zu treffen, im Alltag, im Beruf und in der Gesellschaft. Hier sind besonders die jungen Jahre prägend.
Schleswig-Holstein ist hier in den vergangenen Jahren gut vorangekommen. Mit der Landesstrategie aus dem Jahr 2021 haben wir BNE sichtbar gestärkt, in Kitas, in Schulen und auch im außerschulischen Bereich. Dahinter steht eine ganze Reihe engagierter Menschen und Einrichtungen, die diese Idee mit Leben füllen. Das verdient ausdrücklich unseren Dank und Anerkennung!
Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass diese Strategie nach ein paar Jahren nicht einfach

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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de unverändert weiterlaufen kann. Rahmenbedingungen verändern sich, Erwartungen steigen, und wir müssen uns fragen, wo wir nachsteuern müssen und wo Strukturen besser ineinandergreifen können. Genau deshalb ist eine Evaluation richtig und sinnvoll.
Ein Punkt, der dabei immer wieder genannt wird, ist die Abstimmung zwischen den verschiedenen Ebenen und Ressorts. BNE ist kein klassisches Einzelthema, sondern betrifft viele Bereiche gleichzeitig. Das funktioniert gut, wenn Zuständigkeiten klar sind und wenn die Kommunikation zwischen den Akteuren nicht zu kompliziert wird. Hier gibt es noch Luft nach oben.
Ähnlich ist es bei der Frage, wie wir Fortschritte überhaupt sichtbar machen. Wenn wir eine Strategie weiterentwickeln wollen, dann brauchen wir auch eine gewisse Verlässlichkeit in der Bewertung, an denen man Entwicklungen erkennen kann.
Ein wichtiger Baustein in diesem Zusammenhang ist die nun-Zertifizierung, also „norddeutsch und nachhaltig“. Das ist ein gutes Instrument, gerade im außerschulischen Bereich. Viele Einrichtungen leisten dort hervorragende Arbeit, oft aber ohne große öffentliche Aufmerksamkeit. Genau da setzt die Zertifizierung an, weil sie Qualität sichtbar macht und Anerkennung schafft.
Leider ist das noch nicht überall angekommen. Wenn wir wollen, dass sie mehr Wirkung entfaltet, dann müssen wir sie stärker in die Öffentlichkeit bringen. Das heißt praktisch, bei landesweiten Veranstaltungen konsequenter darauf hinweisen, gute Beispiele stärker zeigen und die zertifizierten Einrichtungen über bestehende Kanäle sichtbarer machen. Da geht noch mehr, ohne dass wir neue Strukturen aufbauen müssen.
Zu den Anträgen der Opposition möchte ich sagen, dass wir diesen nicht zustimmen werden. Die Änderungen der SPD insbesondere die Prüfung, ob wir das enorme finanzielle Engagement der Sparkassen-Stiftungen aus Landesmitteln für das ganze Land stemmen können, kann ich auch mit Blick auf die Diskussionen über Mittelverwendung der letzten Tage nicht unterstützen.
Die Punkte im Alternativantrag der FDP sind aus unserer Sicht alle sehr wichtig. Würde man diese jetzt in das bestehende System der BNE integrieren käme es einem Systemwechsel gleich und kann nicht am Anfang einer Evaluation stehen.
Uns geht es hier um etwas sehr Konkretes. Wir wollen keine neue Bürokratie aufbauen, sondern Bestehendes besser ordnen, klarer machen und sichtbarer gestalten. Die Landesstrategie soll weiterentwickelt werden, aber auf einer realistischen Grundlage und mit Blick auf das, was tatsächlich wirkt.



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