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Anne Riecke zu TOP 44+61 "Verdeckte Benachteiligungen im Planstellenzuweisungsverfahren beseitigen"
19.06.2026 | BildungAnne Riecke zu TOP 44+61 "Verdeckte Benachteiligungen im Planstellenzuweisungsverfahren beseitigen" In ihrer Rede zu TOP 44+61 (Gemeinsame Beratung: a) Verdeckte Benachteiligungen im Planstellenzuweisungsverfahren beseitigen; b) Planstellenzuweisungsverfahren (PZV)) erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anne Riecke:„Das Planstellenzuweisungsverfahren ist ein zentrales Steuerungsinstrument unseres Schulsystems. Es regelt die Personalzuweisungen an unsere Schulen und ist damit maßgeblich verantwortlich dafür, mit welchen Ressourcen unsere Schulen arbeiten können.Gerade weil das Verfahren so entscheidend ist, sollte es regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Verfahren, die über viele Jahre wachsen, werden häufig komplexer. Dann ist es sinnvoll, sie auf Verständlichkeit, Fairness und praktische Wirkung zu prüfen. Denn hinter den sperrigen Verwaltungsbegriffen stehen ganz praktische Fragen für die Schulen in Schleswig-Holstein. Schulleitungen müssen wissen, mit welchem Personal sie für das kommende Schuljahr rechnen können. Kollegien müssen Unterricht, Vertretung, Förderangebote und besondere Aufgaben planen. Schülerinnen und Schüler sind darauf angewiesen, dass Unterricht verlässlich stattfindet. Deswegen ist dieses Verfahren entscheidend dafür, ob an den Schulen guter und verlässlicher Unterricht stattfinden kann. Und je verständlicher und verlässlicher dieses Verfahren ausgestaltet ist, desto besser können die Schulen ihre Arbeit organisieren. Planungssicherheit setzt aber voraus, dass die Grundlagen des Verfahrens nachvollziehbar sind, und dass es vor allem keine Nachteile bei den Zuweisungen gibt. Es muss für Schulen erkennbar sein, aus welchen Gründen sie eine bestimmte Zuweisung erhalten. Ebenso muss nachvollziehbar sein, nach welchen Kriterien zusätzliche Stellen oder besondere Bedarfe berücksichtigt werden. Wenn eine Schule einen anerkannten Bedarf hat, sollte sie grundsätzlich in die Lage versetzt werden, diesen Bedarf auch personell zu decken. Verzögerungen oder Einschränkungen bei der Besetzung wirken sich schnell auf Unterrichtsangebote und Stundenplanung aus. Deshalb braucht es auch hier klare Regeln, die für die Schulen nachvollziehbar sind und die den konkreten Unterrichtsbedarf in den Mittelpunkt stellen. Das hat der Bericht der Landesregierung leider nicht in ausreichendem Maß überall darlegen können.Bei den Berufsbildenden Schulen wird in dem Bericht beispielsweise ausdrücklich erwähnt, dass ‚aufgrund politischer Entscheidungen‘ von der schülerzahlbezogenen Berechnung abgewichen wird. Das kann sachlich sinnvoll sein, wird aber nicht ausreichend begründet: Es fehlt eine klare Darstellung, welche Kriterien für solche Abweichungen gelten, welche Schulen profitieren und welche möglicherweise weniger erhalten. Auch wird bei den Berufsbildenden Schulen wegen Prognoseunsicherheit mit den aktuellen Schülerzahlen zum Zeitpunkt der Erstellung gearbeitet, also faktisch mit Vorjahresdaten. Das ist nachvollziehbar, kann aber zu Problemen führen, wenn sich Ausbildungsgänge, Berufswahlverhalten oder regionale Nachfrage kurzfristig verändern. Der Bericht erklärt nicht, wie solche Abweichungen zeitnah ausgeglichen werden.Diese und andere Faktoren führen dazu, dass es in dem gesamten Verfahren noch Verbesserungspotential gibt, vor allem in Hinblick auf transparente Regeln und auch eine nachvollziehbare Begründung für bestimmte Entscheidungen bei den Zuweisungen. Am Ende sollte das Ziel sein, dass alle Schulen mit den nötigen Ressourcen ausgestattet werden, damit überall guter Unterricht stattfinden kann.“Sperrfrist Redebeginn!Es gilt das gesprochene Wort. Anne Riecke Sprecherin für Bildung, Kultur, Landwirtschaft, Fischerei, Jagd, Verbraucherschutz, Religion, Minderheiten, Umwelt, Klimaschutz Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de