Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

19.06.26 , 14:14 Uhr
CDU

Rede zu Protokoll: TOP 42: Prävention, medizinische Versorgung und Aufklärung zu HIV stärken

HIV | 19.06.2026 | Nr. 210/26
Hauke Hansen: Rede zu Protokoll: TOP 42: Prävention, medizinische Versorgung und Aufklärung zu HIV stärken Rede zu Protokoll!
Sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Damen und Herren,
auch mehr als 40 Jahre nach den ersten AIDS-Fällen in Deutschland werden HIV und AIDS häufig gleichgesetzt. Dabei ist HIV das Virus, AIDS hingegen das Spätstadium einer unbehandelten HIV-Infektion.
1982 wurde in Deutschland erstmals über AIDS berichtet. Trotz diverser medizinischer Fortschritte gibt es bis heute keine Möglichkeit AIDS und HIV vollständig zu heilen.
2016 wurde in der EU ein erstes Medikament zugelassen, dass das HIV- Ansteckungsrisiko deutlich mindert.
2018 wurde die HIV-Präexpositionsprophylaxe durch den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Kassenleistung gemacht. Es war konsequent, diesen Schritt zu gehen.
Im Bundestag gab es dafür eine breite Zustimmung, auch aus der Opposition. Rückendeckung gab es zudem von der Deutschen Aidshilfe.
Auch in Schleswig-Holstein profitieren viele Menschen von diesem wichtigen Fortschritt in der HIV-Prävention. Trotzdem haben sich auch 2025 deutschlandweit über 2.000 Menschen neu mit HIV infiziert, insgesamt leben fast 100.000 Menschen bundesweit mit dem Virus. Unser gemeinsames Ziel bleibt es, Prävention, Aufklärung und medizinische Begleitung auf hohem Niveau sicherzustellen.
Prävention ist bei HIV nicht nur menschlich geboten, sondern auch gesundheitspolitisch vernünftig. Jede verhinderte Infektion erspart Betroffenen großes Leid und entlastet zugleich langfristig unser Gesundheitssystem. Die HIV- Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist ein wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen die Verbreitung der Krankheit. Bei der HIV-Prophylaxe PrEP nehmen HIV-negative Menschen mit besonders hohem HIV-Ansteckungsrisiko vorsorglich ein HIV-

Seite 1/3
Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Medikament mit zwei Wirkstoffen. Es schützt zuverlässig vor einer Ansteckung. Wichtig ist dabei eine fachlich versierte medizinische Begleitung, bei der unter anderem regelmäßige HIV-Tests und Untersuchungen auf Geschlechtskrankheiten durchgeführt werden.
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist in Deutschland nach den Höchstständen 1985 und 2007 in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Das zeigt, dass Aufklärung, Testangebote, moderne Therapien und die PrEP wirken.
Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt zudem eindrucksvoll, was medizinischer Fortschritt bewirken kann. Aus einer Diagnose, die in den 1980er Jahren für viele Menschen einem Todesurteil gleichkam, ist heute bei frühzeitiger Behandlung eine chronische Erkrankung geworden, mit der Betroffene ein weitgehend normales Leben führen können.
Diese Entwicklung ist das Ergebnis erfolgreicher Forschung, innovativer Medikamente und einer konsequenten Präventionspolitik. Sie zeigt zugleich, wie wichtig ein leistungsfähiges Gesundheitssystem und der verantwortungsvolle Umgang mit den Möglichkeiten moderner Medizin sind. Diesen Weg müssen wir auch künftig unterstützen.
Die Möglichkeit, das eigene Infektionsrisiko selbstbestimmt zu reduzieren, stärkt zugleich einen sachlichen und diskriminierungsfreien Umgang mit Menschen, die mit HIV leben.
Dabei ist PrEP kein Lifestyle-Produkt, sondern eine medizinisch anerkannte Präventionsmaßnahme für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko. Sie wird verantwortungsvoll eingesetzt und erfordert eine qualifizierte ärztliche Begleitung.
Die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit einer entsprechenden Befähigung wollen wir in Kooperation mit der KVSH und weiteren wichtigen Akteuren steigern. Durch eine Erhöhung der Anzahl der befähigten Ärztinnen und Ärzte werden wir die landesweite Versorgung verbessern.
Gleichzeitig bleibt Aufklärung unverzichtbar. Moderne Präventionsangebote können nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn Menschen über Risiken, Schutzmöglichkeiten und Beratungsangebote informiert sind.
Deshalb danken wir ausdrücklich den vielen haupt- und ehrenamtlich Engagierten in Beratungsstellen, bei der Aidshilfe, im Gesundheitswesen und in der Präventionsarbeit, die täglich wichtige Aufklärungsarbeit leisten.
Der Kampf gegen das HIV-Virus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schleswig- Holstein zeigt seit vielen Jahren, dass Prävention, medizinische Versorgung und Aufklärung erfolgreich Hand in Hand gehen können.
Lassen Sie uns diesen Weg konsequent weitergehen. Die Einführung der PrEP als Kassenleistung war ein bedeutender gesundheitspolitischer Fortschritt. Gemeinsam


Seite 2/3
Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de werden wir daran arbeiten, die HIV-Prävention weiter zu stärken und die Zahl der Neuinfektionen weiter zu senken und Betroffenen ein Leben ohne Ausgrenzung zu ermöglichen.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.



Seite 3/3
Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen