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Andreas Hein: TOP 50: Es braucht eine tragfähige Lösung für die Menschen in der Region
Missunde | 19.06.2026 | Nr. 212/26Andreas Hein: TOP 50: Es braucht eine tragfähige Lösung für die Menschen in der Region Es gilt das gesprochene Wort!Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren,die Schleifähre Missunde ist weit mehr als ein Verkehrsmittel. Sie ist Teil der regionalen Infrastruktur, ein Stück Identität der Schlei-Region und wird von vielen Menschen täglich benötigt.Deshalb müssen wir die aktuellen Probleme rund um die neue Fähre Missunde III sehr ernst nehmen.In der Region bestehen Zweifel daran, ob die neue Fähre langfristig wirtschaftlich und ohne weitere Ausfälle betrieben werden kann.Schauen wir uns die Fakten an: Die Missunde III ist deutlich größer und schwerer als ihre Vorgängerin.Die Überfahrt dauert nach Betreiberangaben mehr als doppelt so lange. Hinzukommen Technische und betriebliche Herausforderungen, die Fähre reagiert nach Betreiberangaben aufgrund ihrer Größe und des Gewichtes empfindlicher auf Strömung und Wind.Gleichzeitig werden für den Betrieb derzeit zwei Personen benötigt, während zuvor eine Person ausreichte. Damit steigen momentan die Betriebskosten. Eine Abhilfe auf einen ein Personenbetrieb soll aber erfolgen.Der Betreiber macht deutlich, dass sich der Betrieb unter den derzeitigen Bedingungen langfristig nur schwer darstellen lässt. Wenn weniger Überfahrten möglich sind, längere Wartezeiten und damit zu Spitzenzeiten auch Rückstaus entstehen und gleichzeitig die Kosten steigen, dann hat es auch Auswirkungen auf den Fährbetrieb insgesamt. Dies kommt besonders zum Tragen, wenn die Brücke in Lindaunis wieder geöffnet ist.Meine Damen und Herren, wenn auch die ministerielle Verantwortung für dieses Projekt in der vergangenen Legislatur beim Wirtschafts- und Energiewendeministerium lag, so müssen wir feststellen: Seite 1/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de Die fachliche Federführung bei Planung, Entwicklung und Umsetzung lag beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, dem LKN.Bei der Missunde III handelt es sich um einen Prototyp und damit um ein in dieser Form einmaliges Bauwerk.Dennoch stellt sich die Frage, weshalb bei Planung und Ausführung offenbar erhebliche Schwierigkeiten entstanden sind, da das gleiche Planungsbüro, das bereits die bewährte Missunde II entworfen hat, auch für die Planung der Missunde III verantwortlich ist.Allerdings hat dort inzwischen ein Generationswechsel stattgefunden. Da es immer wieder zu Ausfällen gekommen ist, wirft auch die Bau-Ausführung der Werft Fragen auf, denen nachzugehen ist.Die Missunde III bewährt sich derzeit nicht so wie erhofft.Vor diesem Hintergrund ist aufzuklären, warum man sich für eine deutlich größere und komplexere Konstruktion entschieden hat und ob die Anforderungen des Standortes Missunde ausreichend berücksichtigt wurden.Entscheidend bleibt jedoch die Frage, wie es zu den heutigen Problemen kommen konnte und welche Schlussfolgerungen daraus für die Zukunft gezogen werden müssen. Dies schließt Regressforderungen, mögliche juristische wie gerichtliche Auseinandersetzungen und auch weitere Schritte die zu gehen wären, ausdrücklich ein. Deshalb erwarten wir eine umfassende und transparente Aufarbeitung und Resultate vom LKN.Unser Ziel muss sein, so bald wie möglich eine tragfähige Lösung für die Menschen in der Region zu finden. Eine Lösung, die technisch und wirtschaftlich dauerhaft funktioniert. Daher bitte ich unserem Antrag zuzustimmen.Vielen Dank. Seite 2/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de