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24.06.26 , 15:13 Uhr
SSW

Sybilla Nitsch zu Missunde: Vertrauen kann man nicht herbeireden - man muss es sich verdienen

Pressemitteilung
Nr. 176/2026 Kiel, 24.06.2026
Pressesprecher Per Dittrich Tel. 01520-161 2276



Missunde: Vertrauen kann man nicht herbeireden - man muss es sich verdienen Zur Visite von Ministerpräsident Daniel Günther und Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen in Missunde erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW- Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
„Dass sich der Ministerpräsident inzwischen bei den Menschen in der Region entschuldigt, war überfällig. Die Probleme rund um die Schleifähre haben Pendler, Betriebe und Kommunen über Jahre belastet.

Vertrauen bekommt man allerdings nicht, indem man darum bittet. Vertrauen muss man sich verdienen. Durch Verlässlichkeit. Durch Ehrlichkeit. Und dadurch, dass man Probleme ernst nimmt, bevor sie eskalieren.
Genau daran hat es in Missunde über Jahre gefehlt. Die Menschen wurden immer wieder beschwichtigt, vertröstet und auf spätere Lösungen verwiesen. Auf jede Ankündigung folgte die nächste Ankündigung. Auf jedes Versprechen das nächste Versprechen. Die Folge war nicht nur eine unzuverlässige Fährverbindung, sondern auch ein massiver Vertrauensverlust.
Umso bemerkenswerter ist es, dass nach Medienberichten ausgerechnet der Initiator des offenen Briefs nach eigenen Angaben nichts von dem heutigen Termin wusste. Wer Vertrauen zurückgewinnen will, sollte gerade die Menschen einbinden, die den Finger in die Wunde gelegt haben.
Düsternbrooker Weg 70 Norderstr. 74 24105 Kiel 24939 Flensburg/Flensborg +49 (0)431 - 988 13 80 +49 (0)461 - 144 08 300 ( ( 2


Die Landesregierung hat sich heute erneut klar zur Missunde III bekannt. Damit trägt sie auch die volle Verantwortung dafür, dass die Verbindung nun dauerhaft funktioniert. Die Menschen an der Schlei brauchen keine weiteren Vertrauensappelle. Sie brauchen eine Fähre, die fährt.
Nicht nur mit Blick auf die Missunde III stellt sich zunehmend die Frage, wie diese Landesregierung mit Problemen umgeht. Erst ignorieren, dann beschwichtigen und am Ende um Vertrauen bitten - das ist ein Muster, das die Menschen in Schleswig-Holstein inzwischen nur zu gut kennen."

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