Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

25.06.26 , 16:01 Uhr
FDP

Heiner Garg: Beim Hitzeschutz darf Schwarz-Grün nicht weiter von Hitzewelle zu Hitzewelle vertrösten

25.06.2026 | Gesundheit
Heiner Garg: Beim Hitzeschutz darf Schwarz-Grün nicht weiter von Hitzewelle zu Hitzewelle vertrösten Zur aktuellen Debatte über den Hitzeschutz in Schleswig-Holstein erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: 
„Die Landesregierung werkelt viel zu lange an elementaren Herausforderungen herum, statt sie endlich zu lösen. Hitzeschutz ist kein abstrakter Teil der Klimadebatte, sondern betrifft alle Menschen ganz konkret im Alltag. Wenn das Thermometer über 30 Grad steigt, geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um Gesundheitsvorsorge.
Die Landesregierung kennt die Risiken seit Jahren aus ihren eigenen Unterlagen. Bereits im Juli 2017 wurde im ‚Fahrplan Anpassung an den Klimawandel‘ festgehalten, dass Hitzeperioden direkte Folgen für die Gesundheit haben und insbesondere ältere, pflegebedürftige und kranke Menschen sowie Kleinkinder gefährden. Wenn solche Risiken seit Jahren offenkundig sind, beim konkreten Schutz aber weiterhin vor allem auf allgemeine Trinkempfehlungen und Zuständigkeitsverweise gesetzt wird, ist das politisch nicht mehr erklärbar.
Bisher kommt die Landesregierung beim Hitzeschutz nur im Schneckentempo voran. Das Land hat keinerlei Überblick über öffentliche Trinkwasserangebote und verweist auf Träger und Kommunen. Dabei ist das nur einer von mehreren relevanten Bereichen. Aus Risikoanalysen, Fahrplänen und Zuständigkeitsverweisen entsteht noch kein Schutz vor Hitze.
Schleswig-Holstein muss besser vorbereitet in die nächste Hitzewelle gehen. Es geht an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei, wenn das Gesundheitsministerium die Lage mit dem Hinweis relativiert, im Norden werde es nicht so warm wie in anderen Regionen. Entscheidend ist, dass hohe Temperaturen auch in Schleswig-Holstein zu Dehydrierung und weiteren hitzebedingten Erkrankungen führen oder bestehende Erkrankungen verschlimmern können.
Besonders betroffen sind Menschen, die sich selbst nur schwer schützen können. Dazu gehören hochbetagte und alleinlebende Menschen, Kranke, Pflegebedürftige, Kinder sowie obdachlose Menschen, denen vielerorts der Zugang zu Trinkwasser, Schatten und kühlen Rückzugsorten fehlt.
Wenn die Klimarisikoanalyse des Landes für den Süden Schleswig-Holsteins künftig bis zu zwölf heiße Tage im Jahr erwartet, darf Schwarz-Grün nicht weiter von Hitzewelle zu Hitzewelle vertrösten. Nötig sind jetzt konkrete Maßnahmen wie Trinkwasserangebote, kühle Rückzugsorte und verbindliche Schutzkonzepte für sensible Einrichtungen. Hitzeschutz darf nicht nur in Broschüren stehen bleiben.
Die Landesregierung muss dafür auch landesgesetzliche Vorgaben anpassen, wie andere Bundesländer es bereits vormachen. Und noch ein heißer Tipp zum Abschluss: Eine entsprechende Berücksichtigung notwendiger Maßnahmen würde auch der Novelle des Landeskrankenhausgesetzes gut tun.“



Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, Europa


Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin
Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de



FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen