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Sandra Redmann: Schmachtenberg ersetzt Debatte durch Schlagzeilen - Wolfsmanagement braucht Sorgfalt statt Schnellschüsse
Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.dePRESSEMITTEILUNG 136 – 07.07.2026Sandra Redmann Schmachtenberg ersetzt Debatte durch Schlagzeilen - Wolfsmanagement braucht Sorgfalt statt Schnellschüsse Zur Ankündigung von Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg, an der Westküste wolfsfreie Gebiete schaffen zu wollen, erklärt die umwelt- und naturschutzpolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, Sandra Redmann:„Kaum hat die sitzungsfreie Zeit des Landtags begonnen, eröffnet die Ministerin über die Presse eine Debatte über einen grundlegenden Kurswechsel im Wolfsmanagement. Wer einen so weitreichenden Vorschlag macht, informiert zuerst das Parlament und sucht das Gespräch mit den betroffenen Verbänden, statt die politische Debatte über die Presse zu eröffnen. Gerade bei einem so sensiblen Thema ist dieses Vorgehen der falsche Weg. Die Sorgen der Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter müssen ernst genommen werden. Gerade deshalb verdienen sie Lösungen, die sorgfältig vorbereitet und fachlich belastbar begründet sind, und keine Ankündigungen, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Mit der Änderung des Bundesjagdgesetzes sind neue rechtliche Möglichkeiten geschaffen worden. Wie diese in Schleswig-Holstein umgesetzt werden, muss jetzt fachlich sauber begründet, transparent vorbereitet und im Parlament beraten werden. Wer jedoch schon zu Beginn dieses Prozesses möglichst große wolfsfreie Gebiete ankündigt, vermittelt den Eindruck, dass das politische Ergebnis längst feststeht und die Debatte nur noch nachgeliefert werden soll. Fachliche Durchsetzungsstärke zeichnet sich nicht durch so ein Verfahren aus, Frau Ministerin. Andere Bundesländer agieren bei der Umsetzung der neuen Rechtslage durchaus differenzierter. Diesen Anspruch erwarte ich auch für Schleswig-Holstein. Leider reiht sich dieses Vorgehen in ein bekanntes Muster der Ministerin ein. Gerade bei sensiblen Themen, die z. B. die Jagd oder Konflikte mit dem Umweltbereich betreffen, werden regelmäßig weitreichende Ankündigungen öffentlich gemacht, bevor die notwendige fachliche und parlamentarische Beratung stattgefunden hat. Ein verantwortungsvolles Wolfsmanagement entsteht jedoch nicht durch Schnellschüsse, sondern durch ein transparentes Verfahren, eine solide fachliche Begründung und den offenen Dialog mit allen Beteiligten. Mit einer sachlichen Entscheidungsfindung hat dieser Umgang gar nichts zu tun.“ 1