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Heiner Garg: EVi braucht einen gemeinsamen Kraftakt für eine frühere Wirkung
24.07.2026 | KitaHeiner Garg: EVi braucht einen gemeinsamen Kraftakt für eine frühere Wirkung Zum Kabinettsbeschluss über den Gesetzentwurf zum Entwicklungsfokus Viereinhalb erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und kitapolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: „Dass der Gesetzentwurf zum Entwicklungsfokus Viereinhalb – kurz EVi – nun vorliegt, ist ein wichtiger, aber überfälliger Schritt. EVi hat das Potenzial, einen bedeutsamen Beitrag für faire Startchancen zu leisten. Dass künftig alle Kinder erfasst und Kinder bei erheblichem Sprachförderbedarf vor der Einschulung verbindlich gefördert werden, ist richtig.Wir werden den Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren konstruktiv-kritisch prüfen. Im Fokus stehen dabei die praxistaugliche Zusammenarbeit zwischen Kitas und Grundschulen sowie eine angemessene personelle und finanzielle Ausstattung, damit die zusätzlichen Aufgaben sachgerecht wahrgenommen werden können.Schwarz-Grün bleibt bei der Umsetzung jedoch beharrlich zu langsam. Bereits der Anhörungsentwurf wurde später vorgelegt, als Bildungsministerin Stenke es noch im November 2025 angekündigt hatte. Noch schwerer wiegt der Zeitplan für die flächendeckende Umsetzung von EVi. Erst zum Schuljahr 2029/30 wird der erste Jahrgang eingeschult, der zuvor landesweit verbindlich von EVi erfasst und bei festgestelltem Förderbedarf gezielt gefördert wurde. Gerade in der frühkindlichen Bildung wiegt jedes verlorene Jahr besonders schwer.Die Landesregierung hält jedoch weiterhin an der Modellphase 3 fest und verweist auf die organisatorischen Herausforderungen einer landesweiten Ausweitung. Diese Herausforderungen sind real, sie dürfen aber nicht zu einem weiteren Jahr des Wartens führen. Jetzt braucht es einen gemeinsamen Kraftakt von Land, Kommunen, Kitas und Grundschulen.Unsere Forderung bleibt unverändert, die Modellphase 3 zu streichen und die landesweite Umsetzung um ein Jahr vorzuziehen. Jeder Jahrgang, der früher gezielt gefördert wird, ist ein Gewinn für die Bildungsgerechtigkeit. Wenn Bildungsministerin Stenke EVi selbst als ‚Meilenstein für mehr Bildungsgerechtigkeit‘ bezeichnet, muss sie jetzt gemeinsam mit allen Beteiligten dafür sorgen, dass dieser Meilenstein früher Wirkung entfalten kann.“ Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, EuropaKontakt: Sina Schmalfuß, v.i.S.d.P. stv. PressesprecherinTel.: 0431 988 1490 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.deFDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de