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Martin Balasus: „Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“
Bildungspolitik | 12.08.2026 | Nr. 237/26Martin Balasus: „Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“ Zur heutigen Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion zum Start des neuen Schuljahres erklärt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Balasus:„Martin Habersaat wirft der Landesregierung eine Überschriften-Show vor und liefert selbst vor allem eines: drei möglichst düstere Überschriften. Diese Schwarzmalerei wird der Realität an unseren Schulen nicht gerecht. Natürlich gibt es Herausforderungen. Wir benennen sie und arbeiten kontinuierlich daran, sie zu lösen.Erstens: Die Unterrichtsversorgung ist heute deutlich besser als zu Zeiten der SPD- Regierungsverantwortung. Im Schuljahr 2015/16 lag sie bei 97 Prozent an den Gymnasien, bei 98 Prozent an den schulamtsgebundenen Schulen und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe und bei gerade einmal 91 Prozent an den berufsbildenden Schulen. Zuletzt haben alle Schularten 100 bis 102 Prozent erreicht und im neuen Schuljahr werden es dank der zusätzlichen 254 Stellen aus der Bildungsoffensive 103 Prozent sein. 200 Stellen für Gemeinschaftsschulen und Gymnasien setzen wir ganz bewusst als Vertretungsreserve ein. Sie sollen nicht die Stundentafel ausweiten, sondern dafür sorgen, dass bei Krankheit und anderen Ausfällen Unterricht besser vertreten werden kann. Wer weniger Unterrichtsausfall fordert, kann eine solche Reserve nicht gleichzeitig zur Mogelpackung erklären.Zweitens: Die Demokratiestunde ist nur der erste Schritt. Ab dem Schuljahr 2027/28 bauen wir das Fach Wirtschaft/Politik dauerhaft aus und erhöhen das verbindliche Mindeststundenkontingent um zwei Stunden. Damit stehen künftig insgesamt sechs Jahreswochenstunden für WiPo in der Sekundarstufe I zur Verfügung. Demokratiebildung erreicht so früher und verlässlich alle Schüler – unabhängig davon, ob sie die Schule mit ESA, MSA oder Abitur verlassen. Bei der Demokratiestunde verschweigt Herr Habersaat diesen entscheidenden nächsten Schritt.Drittens: EVi wird zügig und mit der gebotenen Sorgfalt eingeführt. Schleswig-Holstein ist ein Flächenland und hat völlig andere Voraussetzungen als ein Stadtstaat wie Hamburg. Deshalb wird EVi schrittweise erprobt, weiterentwickelt und dann flächendeckend eingeführt. Die Kommunalen Landesverbände hielten sogar eine zehnjährige Erprobungsphase vor einer verbindlichen Einführung für erforderlich. Vor diesem Hintergrund ist unser Zeitplan bis zur flächendeckenden Verbindlichkeit überaus ambitioniert. Unser Ziel ist klar: Sprachförderbedarf früh erkennen und Kinder Seite 1/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de rechtzeitig vor der Einschulung unterstützen. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Chancengerechtigkeit.Bei Martin Habersaats Äußerungen muss ich allzu oft an ein kluges Zitat unseres ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss denken: Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist. Die SPD darf gerne kritisieren, aber sollte nicht so tun, als würden wir Herausforderungen in der Bildungspolitik nicht erkennen und angehen. Trotz einer schlechten Haushaltslage ist die Bildung ein absoluter Schwerpunkt dieser Koalition. Wir investieren in Lehrkräfte, packen an für die Verlässlichkeit von Unterricht, stärken dauerhaft die Demokratiebildung und bringen mit EVi ein neues Instrument für mehr Chancengerechtigkeit auf den Weg. Das sind keine schönen Überschriften, das ist konkrete Bildungspolitik.“ Seite 2/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de