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27.08.26 , 12:50 Uhr
B 90/Grüne

Malte Krüger zum Schwimmunterricht an Schulen

Presseinformation Nr. 26.249 27.08.2026
Es gilt das gesprochene Wort!
TOP 20 – Schwimmunterricht an Schulen in Schleswig-Holstein
Dazu sagt der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Malte Krüger:
Sicher schwimmen können ist gerade im Land zwischen den Meeren lebenswichtig Sehr geehrte Damen und Herren,
die Badesaison geht langsam zu Ende und wir blicken erneut auf die Zahlen zur Schwimmfähigkeit unserer Schüler*innen. Die sichere Schwimmfähigkeit ist im Land zwischen den Meeren und mit seinen rund 300 Seen lebenswichtig. Zudem macht Schwimmen Spaß. Das Ziel ist klar und die Bemühungen von Schule und Eltern vorhanden, dennoch erreichen nicht alle das Schwimmabzeichen Bronze.
Besonders auffällig sind dabei die Unterschiede zwischen den Schularten: An den Gymnasien sind am Ende der sechsten Klasse knapp 12 Prozent noch keine sicheren Schwimmer*innen. An den Gemeinschaftsschulen sind es 37 Prozent. Also mehr als jedes dritte Kind kann dort nicht sicher schwimmen.
Schwimmunterricht ist für die Schulen organisatorisch, finanziell, personell und zeitlich sehr aufwändig. Wenn kein Schwimmbad in der Nähe ist, es keine Kapazitäten hat oder es zu wenig Schwimmlehrkräfte gibt, dann findet Schwimmunterricht an Schulen nicht statt. Deshalb unterstützt das Land vor allem beim Bau und Erhalt von Schwimmstätten.
Aber die deutlichen Unterschiede zwischen Gymnasien und Gemeinschaftsschulen zeigen auch: Mit mehr Schwimmstätten allein ist es nicht unbedingt getan. Wir müssen auch genauer hinschauen, warum es gerade an den Gemeinschaftsschulen deutlich seltener gelingt, das Ziel Bronze bis zum Ende der sechsten Klasse zu erreichen.
Viele Kommunen können sich eigene Bäder allein nicht leisten. Das Land fördert daher den Bau neuer und die Sanierung vorhandener Schwimmbäder. Ein Beispiel ist gerade Glückstadt, dort wird das Schwimmbad, in dem auch ich Schwimmunterricht hatte, grundlegend erneuert. Dies geschieht mit Städtebaufördermitteln des Landes und so werden hier noch viele Generationen das Schwimmen lernen können.
An den Schulen, an denen kein oder nicht ausreichend Schwimmunterricht stattfinden kann, muss gemeinsam nach Lösungen gesucht werden. Das können Schwimm-Mobile sein, Ferienprogramme oder einfach Naturgewässer. Neben der Schule gibt es zudem viele weitere Anbieter von Schwimmkursen wie der DRLG und den lokalen Sportvereinen, die viele Kinder zum Schwimmenlernen nutzen.
Vielen Dank.
*** Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
T 0431 988 1503 M 0172 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de sh-gruene-fraktion.de

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