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Christopher Vogt zu TOP 38+63 "Zukunft der Bäderbahn jetzt absichern!"
28.08.2026 | VerkehrChristopher Vogt zu TOP 38+63 "Zukunft der Bäderbahn jetzt absichern!" In seiner Rede zu TOP 38+63 (Gemeinsame Beratung: a) Zukunft der Bäderbahn jetzt absichern!; b) Sechster Landesweiter Nahverkehrsplan (LNVP 2027 bis 2031)) erklärt der Vorsitzende der FDP- Landtagsfraktion, Christopher Vogt: „Die Vorstellung des Landesweiten Nahverkehrsplan wird immer mit großem Interesse verfolgt. Viele Menschen sind gespannt, welche Schwerpunkte bei der Entwicklung des Nahverkehrs geplant sind. Auch der jetzt vorgelegte neue LNVP für den Zeitraum von 2027 bis 2031 enthält viele sinnvolle Maßnahmen, die den Nahverkehr in Schleswig-Holstein spürbar verbessern könnten. Das ist ein wirklich schöner Wunschzettel geworden!Der LNVP zeigt allerdings auch, dass die schwarz-grüne Landesregierung in den vergangenen Jahren in diesem Bereich nur sehr wenig auf die Reise gebracht hat. In dem Kapitel zur Bearbeitung des bisherigen LNVP listen Sie zwar einige Vorhaben auf. Den großen Erfolg der Emissionsreduzierung durch die Einführung der Akku-Züge haben allerdings nicht Sie zu verantworten, sondern die Vorgängerregierung und der ehemalige Verkehrsminister Buchholz, der diese Züge bestellt hatte. Sie haben die Umsetzung also lediglich geerbt. Und die Angebotsausweitungen, die Sie anführen, sind grundsätzlich auch etwas Gutes. Wenn man hier aber Ihre gleichzeitig vorgenommenen Streckenstreichungen gegenüberstellt, dann relativiert sich diese Bilanz massiv.Was die Infrastrukturprojekte angeht, können Sie außer ‚Hein Schönberg‘ nichts Weiteres anbringen. Da wundert es nicht, dass die Projektlisten des neuen LNVP denen des bisherigen Plans sehr stark ähneln. Passiert ist unter Schwarz-Grün kaum etwas! Sie hatten ganz viel versprochen und haben ganz wenig geliefert! Dieser LNVP ist deshalb auch ein Dokument des schwarz-grünen Scheiterns! Sie wollen jetzt mit dem Haushaltsentwurf 2027 die Ausgaben für Schienenverkehrsleistungen um rund 20 Millionen Euro kürzen und sich vor jeglicher Priorisierung der genannten Vorhaben drücken. Das ist wirklich ein verkehrspolitisches Armutszeugnis!Ein sehr wichtiges Thema ist im neuen LNVP gar nicht enthalten: Die ‚Bäderbahn‘ entlang der Lübecker Bucht. Das ist ziemlich merkwürdig, denn Staatssekretärin Henckel hatte noch wenige Tage, bevor Sie diesen LNVP im Kabinett beschlossen haben, etwas überraschend den Erhalt und die Elektrifizierung der Bäderbahn verkündet. Da sollte man doch erwarten, dass sich dies auch im LNVP wiederfindet – zumindest, wenn man es mit der Bäderbahn denn ernst meint. Diese – nicht nur touristisch – wichtige Region braucht eine gute Bahnanbindung! Ich unterstütze deshalb den Erhalt der Bäderbahn ausdrücklich! Ich habe dies übrigens auch schon im Jahr 2015 getan, nachdem die Landesregierung von Herrn Albig mit dem Unterschreiben des ‚Letter of Intent‘ im Jahr 2014 eigentlich das Ende der Bäderbahn besiegelt hatte. Wir hatten dann zu Beginn der Jamaika-Regierung versucht, die Bäderbahn zu retten. Doch die damaligen Rahmenbedingungen hatten dies verhindert.Wir können uns deshalb glücklich schätzen, dass sich diese Rahmenbedingungen so verändert haben, dass eine Stilllegung der Bäderbahn vom Tisch ist. Und diese Chance sollten wir als Land nutzen! Das Land muss umgehend mit der DB und den Kommunen vor Ort in den engen Austausch gehen, um den ‚Letter of intent‘ aufzuheben und die Planungen rund um die Strecke sinnvoll anzupassen. Es braucht jetzt ein stimmiges Konzept, einen Zeitplan und eine seriöse Kostenschätzung: Es muss vor allem vermieden werden, dass zum Beispiel die Einfädelung scheitert oder dass auf beiden Strecken direkt nebeneinander Bahnhöfe entstehen. Und das Land muss endlich auch selbst Verantwortung übernehmen: Wer die Elektrifizierung ankündigt, sie dann aber im vorliegenden Alternativantrag unter den Finanzierungsvorbehalt des Bundes stellt, der macht sich selbst gleich wieder klein und verunsichert die Menschen in der Lübecker Bucht. Wenn Sie es ernst meinen und die Bäderbahn wirklich auf einer elektrifizierten Strecke weiterbetreiben wollen, dann müssen Sie auch so handeln:Nehmen Sie die Planungen in die Hand und bekennen Sie sich dazu, dass es auch künftig Verkehre auf der Strecke geben wird. Und unterlassen Sie das, was Sie sonst immer tun: Medienwirksam etwas ankündigen, um es dann doch nicht umzusetzen – so wie bei der ‚Mobilitätsgarantie‘.“Sperrfrist Redebeginn!Es gilt das gesprochene Wort. Christopher Vogt Vorsitzender Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de