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03.09.26 , 17:05 Uhr
SPD

Martin Habersaat: Große Herausforderungen, zu wenig Ressourcen

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 13051 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de
PRESSEMITTEILUNG 150 – 03.09.2026
Martin Habersaat Große Herausforderungen, zu wenig Ressourcen Zum heutigen Fachgespräch im Bildungsausschuss zum Leistungsvermögen und Herausforderungen von Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe sagt Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:
„Es ist deutlich geworden, dass es einmal mehr an Ressourcen fehlt. Und das ausgerechnet an einer Stelle, an der ein enormer Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit geleistet wird. Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe zeichnen sich durch eine besonders heterogene Schüler*innenschaft aus und müssen dieser Vielfalt gerecht werden. Dazu gibt es durchaus sinnvolle Maßnahmen: DaZ (Deutsch als Zweitsprache), Flexklassen, Praxisklassen oder Schulsozialarbeit. Deutlich wurde aber: Schulen, an denen DaZ, Flex- oder Praxisklassen beschult werden, erhalten dafür nicht die notwendigen Ressourcen. Im Gegenteil: Damit es läuft, müssen die Schulen von anderswo hierhin umleiten. Helfen könnte die Schulsozialarbeit. Hierfür fehlt aber bis heute ein verbindlicher Schlüssel für Schleswig- Holstein. Der Ansatz, Ressourcen nach Sozialindex zu verteilen, sollte auch in Schleswig-Holstein zur Regel werden.
Die Belastung der Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe ist hoch. Das zeigt sich nicht zuletzt an der im Vergleich zu anderen Schularten geringeren Arbeitszufriedenheit. Der Lehrkräftemangel ist besonders groß, ebenso der Anteil der Lehrkräfte ohne volle Lehramtsausbildung, und Funktions- und Leitungsstellen sind überproportional häufig unbesetzt. Die Kollegien fangen viele dieser strukturellen Defizite auf. Das kann aber nicht die Lösung sein. Wir brauchen zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen für Lehrkräfte ohne vollständige Lehramtsausbildung und Ausbildungswege, die einen leichteren Wechsel zwischen den Schulformen ermöglichen. Die Änderungen am Lehrkräftebildungsgesetz mit dem Fokus auf die Gymnasien unter Ministerin Prien haben diese Situation zusätzlich verschärft.“



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