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Martin Balasus: Lehren aus PISA 2025: Das Wesentliche und Leistung in den Mittelpunkt stellen
PISA-Studie 2025 | 08.09.2026 | Nr. 274/26Martin Balasus: Lehren aus PISA 2025: Das Wesentliche und Leistung in den Mittelpunkt stellen Zur Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Studie 2025 erklärt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Balasus:„Die neuen PISA-Ergebnisse sind erschütternd, daran gibt es nichts schönzureden. Besonders besorgniserregend ist die wachsende Risikogruppe beim Lesen und in Mathematik. Hier erreicht mittlerweile etwa jeder dritte 15-Jährige nicht einmal das grundlegende Kompetenzniveau.Zur Wahrheit gehört, dass Schule heute unter deutlich veränderten Bedingungen arbeiten muss. Unsere Schülerschaft ist heterogener geworden, Sprachförderung hat durch Zuwanderung erheblich an Bedeutung gewonnen, die Voraussetzungen in den Elternhäusern gehen stark auseinander. Hinzu kommt ein Medienkonsum, der Konzentration und Lernbereitschaft bei viel zu vielen Kindern und Jugendlichen beeinträchtigt.Wir müssen unsere bildungspolitischen Anstrengungen daher auf das Wesentliche konzentrieren und tun dies bereits: 1. Mehr Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Grundlagen müssen im Mittelpunkt stehen. Deshalb haben wir in Schleswig-Holstein bereits die Unterrichtszeit für Deutsch und Mathematik in der Grundschule erhöht und stärken mit dem Leseband die systematische Leseförderung. Wer sicher lesen, schreiben und rechnen kann, hat die Grundlage für erfolgreiches Lernen in allen weiteren Fächern. 2. Leistung muss eingefordert werden. Wir müssen unseren Schülerinnen und Schülern etwas zutrauen und zumuten und dürfen sie nicht in Watte packen. Die Antwort auf schwächere Ergebnisse darf nicht darin bestehen, Anforderungen abzusenken. Es ist unser Anspruch, Kinder so zu fördern, dass sie diese Anforderungen erreichen können. Mit LeA.SH und VERA erkennen wir Lernstände früher und genauer. Schulentwicklung muss sich stärker an belastbaren Daten ausrichten. 3. Deutsch muss vor Schuleintritt sitzen. Kein Kind sollte ohne ausreichende Sprachkenntnisse in die Schule starten. Mit EVi setzen wir deshalb früher an und erkennen Sprach- und Entwicklungsbedarfe bereits vor der Einschulung. Wer Defizite hat, bekommt eine verbindliche Förderung. 4. Handy weg, Konzentration her. Schule braucht Ruhe, klare Regeln und Zeit Seite 1/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de zum Lernen. Deshalb haben wir die private Handynutzung an Schulen bis einschließlich Klasse 9 verboten. Das Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche muss kommen. 5. Lehrkräfte müssen sich auf Unterricht konzentrieren können. Gute Bildung entsteht nicht durch Formulare, Berichtspflichten und Einzelprojekte. Deshalb müssen wir Schulen weiter entbürokratisieren und Lehrkräfte von Aufgaben entlasten, die sie von ihrem eigentlichen Auftrag abhalten. Ihre Zeit wird im Klassenzimmer, in der Förderung und in der pädagogischen Arbeit gebraucht. 6. Was nicht wirkt, muss auf den Prüfstand. Nicht die Zahl der Programme und Projekte entscheidet über die Qualität unseres Bildungssystems, sondern das, was Schüler am Ende tatsächlich können.Viele Maßnahmen, die wir in Schleswig-Holstein auf den Weg gebracht haben, konnten sich in PISA 2025 noch gar nicht niederschlagen, zumal PISA kein eigenes Ergebnis für einzelne Bundesländer misst. Bildungsreformen wirken nicht über Nacht. Unser Kurs ist aber gesetzt: Lesen, Schreiben und Rechnen in den Mittelpunkt stellen, Leistung fördern und mehr Zeit für guten Unterricht ermöglichen, dafür weniger Ablenkung und weniger Bürokratie.“ Seite 2/2 Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de