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17.09.26 , 12:52 Uhr
CDU

Anette Röttger: TOP 19: Wir geben Lernstandserhebungen die notwendige Zeit, um zu wirken

LeA.SH | 17.09.2026 | Nr. 291/26
Anette Röttger: TOP 19: Wir geben Lernstandserhebungen die notwendige Zeit, um zu wirken Es gilt das gesprochene Wort!
Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wie gelingt gute Bildung in diesen krisenbehafteten Zeiten? Was macht einen guten Unterricht aus? Wie wird man einer heterogenen Schülerschaft individuell und passgenau gerecht? Wie gelingt es in unseren Schulen im richtigen Maß und mit den richtigen Mitteln zu fördern aber auch zu fordern? Wie lassen sich Lernstände mit digitalen Möglichkeiten so messen, dass dies nicht zur zusätzlichen Belastung von Lehrerinnen und Lehrern wird?
Diese zentralen Fragen zum Wohle der Schülerinnen und Schüler beschäftigt uns immer wieder, denn bei allen getroffenen Maßnahmen geben nicht nur die jüngsten PISA-Ergebnisse Anlass zur Sorge um den Bildungsstand der Schülerschaft.
In dem vorliegenden Antrag geht es um die Lernausgangslagenerhebungen, kurz LeA.SH, die wir im vergangenen Jahr verbindlich für die Klassenstufen 1 und 5 eingeführt haben. Zudem wird LeA.SH seit diesem Schuljahr auch für die Klassenstufen 2 und 6 angeboten.
Nachdem wir bereits vor einem Jahr hier im Parlament zu datengestützter Schulentwicklung debattiert und vor wenigen Wochen im Bildungsausschuss auch mit Prof. Köller darüber diskutiert haben, haben Sie, liebe Kollegin Riecke, nun erneut einen Antrag vorgelegt, mit dem sie LeA.SH nun auf den Prüfstand stellen wollen und eine wissenschaftliche Evaluation einfordern.
Das ist Ihr gutes Recht. Ich stimme mit ihnen darin überein, dass jede neue Maßnahme für unsere Schulen auf ihre Wirkung überprüft werden muss, gibt es doch immer wieder den Eindruck, dass so manche zusätzliche neue Methode oder Maßnahme gerade im Bildungsbereich in Wirkungslosigkeit verpufft.
Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen im Land haben den klaren Auftrag, die kostbare Zeit mit gutem Unterricht zu füllen, damit alle Schülerinnen und Schüler vor allem die basalen Kompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen erwerben. Diesen Auftrag erfüllen sie zusammen mit den multiprofessionellen Teams und mit viel Engagement und einem hohen persönlichen Einsatz. Dafür an dieser Stelle ein

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Pressesprecher Steven Nowak | Düsternbrooker Weg 70, Landeshaus, 24105 Kiel 0431/988-1440 | info@cdu.ltsh.de | http://www.cdu.ltsh.de herzlicher Dank. Sie sind aber auch mit erheblichen zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert.
Wir sind uns einig, dass es zu einer guten Bildung gehört, Lernstände über die gesamte Bildungsbiographie hinweg zu erfassen und so früh wie möglich damit zu beginnen. Die Einführung des Entwicklungsfokus für Viereinhalbjährige (EVi) ist ein Beispiel dafür.
Im Zuge fortschreitender Digitalisierung haben sich die Lernstandserhebungen verändert. Neben den verbindlichen VERA-Vergleichsarbeiten verfolgt das Rahmenkonzept Schule 2035 einen langfristigen Ansatz für eine datengestützte und evidenzbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die langfristige Entwicklung der Kompetenzen wird durch die Bildungsmonitorings und dabei insbesondere durch die IQB- Bildungstrends gemessen.
Während die verpflichtenden VERA-Vergleichsarbeiten für Mathe und Deutsch in den Klassenstufen 3 und 8 im Ergebnis der Unterrichts- und Schulentwicklung dienen, ist mit LeA.SH ein digitales Verfahren eingeführt worden, das zu Schuljahresbeginn die Bereiche Deutsch und Mathe testet und zukünftig auch die sozial-emotionale Kompetenz.
Ziel ist es, dass die individuellen Lernstände insbesondere in den Übergängen von der KiTa in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule nicht nur frühzeitig, einfach und digital festgestellt werden, sondern sofort konkrete Förderempfehlungen und geeignete Fördermaterialien zur Verfügung stehen. So werden die jeweiligen Schülerinnen und Schüler ganz individuell in ihrer Weiterentwicklung gezielt gefördert und gefordert. Das halten wir für sinnvoll und notwendig.
LeA.SH wird zudem stetig weiterentwickelt: Im Schuljahr 2026/27 mit einer freiwilligen Befragung der Lehrerinnen und Lehrer zum Einsatz von LeA.SH. Außerdem sollen die LeA.SH-Daten in das Dashboard eingepflegt und damit für Schulleitungen und Schulaufsichten systematisch nutzbar gemacht werden.
Wir sollten der Einführung dieser Lernstandserhebungen die notwendige Zeit geben und entwickeln sie praxisnah weiter. Daher werden wir den FDP-Antrag ablehnen. Ich bitte um Zustimmung zu unserem Alternativantrag.



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