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Bernd Buchholz zu TOP 26 "'Wohnen für Hilfe' stärken"
17.09.2026 | WohnungsbauBernd Buchholz zu TOP 26 "'Wohnen für Hilfe' stärken" In seiner Rede zu TOP 26 („Wohnen für Hilfe“ stärken: Landesweite Plattform aufbauen und Beratungsangebote schaffen) erklärt der wohnungsbaupolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Bernd Buchholz:„Man kann den Sozialdemokraten erst mal dankbar dafür sein, dass wir über ‚Wohnen für Hilfe‘ überhaupt reden, denn ich finde ‚Wohnen für Hilfe‘ ist ein tolles Projekt – nicht nur wohnungspolitisch, sondern auch unter sozialen Gesichtspunkten. Sich in einer Gemeinschaft für etwas einzusetzen und etwas zu machen, das ist super! Übrigens ist dieses Thema keinem Politiker eingefallen, sondern es ist ein typisches Thema, das Menschen eigenverantwortlich im Rahmen ihrer Privatautonomie als Ausdruck ihrer Freiheit leben. Ich möchte das so. Ich möchte jemanden bei mir wohnen lassen, der mir dafür nicht einen hohen Mietbetrag zahlt, sondern die Hälfte davon und mir hilft.Das ist gelebte Privatautonomie. Und das kann in Deutschland jeder machen. Und dafür gibt es auch überhaupt kein Regularium, sondern wenn man der Eigenverantwortung der Menschen zutraut, dass sie solche Dinge auch ernst nehmen, dann machen die auch sowas. Und dann, Kollege Hölck, braucht es eben auch keine einheitlichen Standards und Sicherheiten, indem alles festgelegt und für alle gleich geregelt wird, wie denn die Gegenleistung auszusehen hat. Dieses Misstrauen, dass wahrscheinlich der eine den anderen ausnutzt und die Privatautonomie dann doch nicht so funktioniert und man dann erst mal regeln muss, wieviel Hilfe es denn für wie viele Quadratmeter im Monat geben soll, das widerspricht meinem Freigeist vollständig. Das ist etwas, das ich Menschen überlasse, die sowas selbst machen wollen. Und ehrlicherweise habe ich da kein Misstrauen und ich brauche auch keine zusätzlichen Beratungs- und Vermittlungsstrukturen, sondern da gibt es Haus und Grund, die sagen, ‚Wohnen für Hilfe‘ wäre doch vielleicht eine gute Idee. Es gibt das Studentenwerk, das das sagt und noch viele andere.Und übrigens bin ich anderer Auffassung als Sie, Frau Braun, auch für Auszubildende, die gerade vielleicht einen Handwerksberuf lernen, kann das eine tolle Sache sein. Eine Stunde am Tag handwerkliche Hilfe im Garten oder Haus anbieten und dafür könnte die Miete reduziert werden, sodass der Auszubildende sich leisten kann, dort zu wohnen. Das sind doch wirklich tolle Modelle. Heißt auf Deutsch: Vertrauen wir doch mehr den Menschen und ihrem eigenen Gestaltungswillen. Vertrauen wir doch mehr darauf, dass Menschen für sich sagen, für mich kommt das in Frage und ich mache das. Versuchen wir doch nicht als Politik, alles zu verregeln und für alles eine staatliche Struktur zu finden, die dann wieder Standards entwickeln muss. Die muss man dann wieder überprüfen und dann muss es Beamte geben, die sich damit beschäftigen, ob die Standards auch eingehalten werden und so weiter und so weiter.Das ist das System, an dem wir alle in den letzten Jahren scheitern. Wir trauen den Menschen nicht mehr zu, für sich selbst eigenverantwortlich tätig zu sein. Das ist ein Beispiel dafür. Und deshalb ist das Ansinnen ‚Wohnen für Hilfe‘ toll, der Antrag ist es nicht.“Sperrfrist Redebeginn!Es gilt das gesprochene Wort. Bernd Buchholz Sprecher für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Innen & Recht, Justiz, Wohnungsbau, Kommunales, Medien, Digitalisierung, Migration, Extremismus/Verfassungsschutz, Polizei, Datenschutz, Landesplanung, Zusammenarbeit HH-SH Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de