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18.09.26 , 13:40 Uhr
SPD

Birte Pauls zu TOP 32A: Beschwichtigungen reichen nicht - die Schlei braucht eine verlässliche Fährlösung

Heimo Zwischenberger Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion
Adresse Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Telefon 0431 988 1305 Telefax 0431 988 1308 E-Mail h.zwischenberger@spd.ltsh.de Webseite www.spd-fraktion-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!

Hinweis: Diese Rede kann hier als Video abgerufen werden: http://www.landtag.ltsh.de/aktuelles/mediathek

LANDTAGSREDE – 18. September 2026
Birte Pauls Beschwichtigen reicht nicht – die Schlei braucht eine verlässliche Fährlösung TOP 32A: Sofortiger Planungsbeginn für eine neue Schleifähre – das Missunde-Desaster muss ein Ende haben (20/4827)
"Wenn wir jedes Mal, wenn die Missunde III ausfällt, einen Dringlichkeitsantrag stellen hätten wir hier fast wöchentlich damit zu tun…
Aber gönnen wir es der FDP.
Es freut mich, dass die FDP, wenn auch sehr spät, den Weg nach Missunde gefunden hat. Ist sie doch in guter Gesellschaft mit dem Ministerpräsidenten, der sich auch erst am 26. Juni, also 3 Monate nach Beginn der Misere erstmalig um die Fähre in seinen Wahlkreis vor Ort gekümmert hatte.
Die Bürgermeister der Region wurden nach ihrem Brandbrief zu Häppchen eingeladen und auch der CDU-Kreisverband versuchte mit der Charmeoffensive eines Sommerfestes die Wogen vor Ort zu glätten.
Hoffen wir mal, dass alle Rechnungen bezahlt sind, damit die Gastronomie vor Ort nicht noch mehr Miese gemacht hat.
Auch wenn die Fähre aktuell wieder fährt, ist die Situation rund um die Schleifähre das Ergebnis von Beschwichtigungen, Ankündigungen und Schönreden.
Noch im Juni hat Verkehrsminister Madsen die Missunde II hier an diesem Redepult als Alternative voller Inbrunst verworfen.
Einige Wochen später kam er plötzlich mit den Forderungen des Betreibers und der Opposition um die Ecke die Missunde II zu reaktivieren.
Eine Ankündigung die zufälligerweise drei Tage vor der Wanderung des Ministerpräsidenten in Kosel kam oder vielleicht spielte auch die nahende Landtagswahl eine Rolle. Kandidiert doch der Wirtschaftsminister in dem Wahlkreis, in dem Missunde liegt.



1 Wir wissen es nicht.
Aber dieses Umdenken war richtig.
Bloß die Umsetzung lässt wieder auf sich warten.
Hätten Sie bereits vor drei Monaten der Instandsetzung der Missunde II zugestimmt – wie SPD und SSW gefordert hatten - hätten wir jetzt mittlerweile vermutlich eine verlässliche Ersatzlösung.
Herr Madsen, die Kieler Nachrichten zitierten Sie am 19. August mit folgenden Worten: „Nach jetzigem Kenntnisstand ist die Missunde III im Herbst Geschichte.“
Ich hoffe inständig, Herr Minister, dass die aktuelle Situation nicht die bloße Umsetzung Ihrer Ankündigung ist. Denn in dem Fall hätten Sie eine wichtige Sache vergessen: Die Missunde II hat noch nicht mal einen Werftplatz!
Auch das neu ausgestellte Fährzeugnis der Missunde III ist nur vorläufig. Ich sage nur: Carpe diem! Und vor allem beeile dich.
Die Folgen für dieses Missmanagement tragen die Menschen und Betriebe an der Schlei. Die Landesregierung muss auch ihre Haltung zur wirtschaftlichen Entlastung der betroffenen Betriebe überdenken.
Zu erwartende Schadensersatzleistungen sollten gezielt dafür eingesetzt werden, die Betriebe zu unterstützen, die seit Monaten unverschuldet unter den Folgen der Fährprobleme leiden. Wer mit zusätzlichen Belastungen und wirtschaftlichen Einbußen konfrontiert ist, deren Gründe das Ministerium nicht geregelt bekommt, darf damit nicht allein gelassen werden.
Doch das Wichtigste bleibt:
- Reaktivieren Sie endlich die Missunde II. Das muss die oberste Priorität haben.
- Lassen Sie die Missunde II bei den Werften in der Schlei. Die Leute kennen sich aus. Verzichten Sie auf weite Transporte und weitere Experimente.
- Und geben Sie endlich den Bau einer neuen Fähre in Auftrag. Wenn Minister Madsen sagt, so ein Neubau dauert fünf oder mehr Jahre, dann bedeutet jeder weitere Monat ohne Entscheidung weitere Unsicherheit für die gesamte Region
Ach übrigens, die Region ist erfinderisch.



2 Angesichts der ewigen Baustelle an der Lindaunisbrücke, der Situation der Fähren in Arnis und Missunde und einer anfälligen Schleibrücke in Kappeln wurde von der OstseefjordSchlei GmbH die „Schleiampel“ entwickelt.
In Echtzeit kann man sehen, welche Querung gerade möglich ist. Wenn schon vom Land keine Hilfe kommt, weiß man sich bei uns zu helfen."



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