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21.09.26 , 16:16 Uhr
FDP

Heiner Garg: Krankenhausplanung im Süden darf nicht an der Landesgrenze enden

21.09.2026 | Gesundheit
Heiner Garg: Krankenhausplanung im Süden darf nicht an der Landesgrenze enden Zu den Ergebnissen der heutigen Regionalkonferenz Süd erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: 
„Eine stärkere Spezialisierung der Krankenhausversorgung ist sinnvoll, wenn sie die Behandlungsqualität verbessert. Gerade hochkomplexe oder seltene Eingriffe gehören in personell und sachlich hervorragend ausgestattete Kliniken, die über die notwendige Erfahrung verfügen. Gleichzeitig muss die Grund- und Notfallversorgung für die Menschen in allen Landesteilen gut erreichbar bleiben.
Gerade im Süden Schleswig-Holsteins ist eine gemeinsame Krankenhausplanung mit Hamburg aufgrund der engen Versorgungsbeziehungen besonders wichtig. Wie eng die Versorgung in beide Richtungen verflochten ist, ist seit Langem bekannt. Für Patientinnen und Patienten aus Schleswig- Holstein ist Hamburg bei bestimmten Diagnosen ein zentraler Behandlungsort, insbesondere bei komplexen und spezialisierten Leistungen. Zugleich nehmen auch Menschen aus Hamburg Versorgungsangebote in Schleswig-Holstein in Anspruch. Diese wechselseitigen Patientenströme müssen sich in der Krankenhausplanung beider Länder widerspiegeln.
Genau deshalb haben wir bereits vor über zwei Jahren eine gemeinsame Krankenhausplanung gefordert. Ministerin von der Decken kündigte seinerzeit an, Versorgungsdaten länderübergreifend auszutauschen und die Bedarfsplanung darauf abzustimmen. Auf der heutigen Regionalkonferenz wurde jedoch deutlich, dass der für die Planung benötigte Datensatz aus Hamburg weiterhin fehlt.
Es ist ausgesprochen bedauerlich, nun Leistungsgruppen zuzuweisen und Krankenhausstandorte neu auszurichten, ohne die vorhandenen Erkenntnisse über die länderübergreifenden Patientenströme vollständig zu nutzen und eine gemeinsame Bedarfsplanung mit Hamburg vorgenommen zu haben. Gerade im Hamburger Umland müssen die Daten beider Länder zur Grundlage gemeinsamer Strukturentscheidungen werden.
Bei Entscheidungen dieser Tragweite sollten wir uns keine Datenlücken leisten. Bevor die Landesregierung endgültige Strukturentscheidungen trifft, muss sie schnellstmöglich gemeinsam mit Hamburg eine vollständige Datengrundlage schaffen. Nur so lassen sich Spezialisierung sinnvoll gestalten und die Versorgung der Patientinnen und Patienten im gesamten Hamburger Umland dauerhaft sichern.“



Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, Europa


Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin
Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de



FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de

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