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23.09.26 , 12:34 Uhr
FDP

Heiner Garg: Internationale Pflegeauszubildende sind eine unverzichtbare Säule der Fachkräftesicherung

23.09.2026 | Gesundheit
Heiner Garg: Internationale Pflegeauszubildende sind eine unverzichtbare Säule der Fachkräftesicherung Anlässlich des heute eingereichten Änderungsantrags der FDP-Landtagsfraktion zum SPD-Antrag „Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bei der Integration internationaler Pflegeauszubildender unterstützen“ (Drs. 20/4848) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Heiner Garg: 
„Internationale Pflegeauszubildende sind längst eine unverzichtbare Säule der Fachkräftesicherung in der Pflege. Der Bedarf ist enorm, denn wir benötigen in Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2030 rund 9.000 zusätzliche Pflegekräfte. Schon heute stehen landesweit deutlich mehr gemeldete offene Stellen in der Pflege zur Verfügung als arbeitslose Pflegekräfte.
Umso wichtiger ist es, internationale Auszubildende nicht nur für Schleswig-Holstein zu gewinnen, sondern ihnen von Anfang an gute Voraussetzungen für eine langfristige berufliche Perspektive zu bieten. Dabei geht es nicht nur um den Start in den Beruf, sondern ebenso um das Ankommen im sozialen Umfeld. Je früher die Unterstützung ansetzt, desto besser kann Integration gelingen und desto größer ist die Chance, sie als künftige Pflegefachkräfte in Schleswig-Holstein zu halten.
Wir bekräftigen deshalb das Anliegen, internationale Pflegeauszubildende bereits vor Ausbildungsbeginn noch besser zu unterstützen. Dafür braucht es jedoch kein zusätzliches Förderprogramm mit neuen Förderstrukturen und neuer Bürokratie. Schleswig-Holstein verfügt bereits über Fördermöglichkeiten, die ausdrücklich auf die Sicherung des Auszubildendenbedarfs abzielen und branchenbezogene Integrationsprojekte bis hin zur Sprachförderung ermöglichen. Diese bestehende Förderung wollen wir zielgerichtet weiterentwickeln.
Wir wollen allerdings keine Beschränkungen nur auf Auszubildende aus Drittstaaten. Denn auch die innereuropäische Zuwanderung ist für die Pflege von erheblicher Bedeutung, schließlich stammen fast 100.000 Pflegekräfte in Deutschland aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union. Ihre Zahl hat sich innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt. Deshalb darf die Unterstützung nicht davon abhängen, ob Pflegeauszubildende aus einem Drittstaat oder aus der EU stammen. Entscheidend ist, dass internationale Auszubildende die Unterstützung erhalten, die sie für eine erfolgreiche Ausbildung und Integration benötigen.
Gleichzeitig müssen bestehende Angebote von Bund und Land sowie Fördermöglichkeiten der Europäischen Union berücksichtigt werden. Statt neue Doppelstrukturen zu schaffen, wollen wir vorhandene Instrumente sinnvoll verzahnen und dort zielgerichtet weiterentwickeln, wo tatsächlich Förderlücken bestehen.“
Anlage: Änderungsantrag zu „Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bei der Integration internationaler Pflegeauszubildender unterstützen“ 



Heiner Garg Sprecher für Soziales, Gesundheit, Familie, Kita, Jugend, Senioren, Sucht, Europa


Kontakt: Eva Grimminger, v.i.S.d.P. Pressesprecherin
Tel.: 0431 988 1488 fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de



FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: www.fdp-fraktion-sh.de

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