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30.09.26 , 09:28 Uhr
SSW

Dirschauer: Hartnäckigkeit zahlt sich aus – das Muschelschleppen in der Förde endet

Pressemitteilung
Nr. 258/2026 Kiel, 30.09.2026
Pressesprecher Per Dittrich Tel. 01520-161 2276

Dirschauer: Hartnäckigkeit zahlt sich aus – das Muschelschleppen in der Förde endet Dänemark und Deutschland haben sich darauf verständigt, grundberührende Fanggeräte in der Flensburger Innenförde zu verbieten. Nach Angaben des dänischen Umweltministeriums soll das Verbot zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion und Flensburger Abgeordnete Christian Dirschauer:
„Das sind richtig gute Nachrichten für die Flensburger Förde. Und ich freue mich auch ein bisschen darüber, dass sich unsere Hartnäckigkeit ausgezahlt hat. Wir haben über Jahre immer wieder das Ende der Wildmuschelfischerei gefordert, Anträge gestellt und bei der Landesregierung nachgehakt. Denn die Förde ist ökologisch längst am Limit. Da können wir nicht gleichzeitig zulassen, dass schwere Fanggeräte über den Meeresboden gezogen werden und Muschelbänke und Lebensräume zerstören. Zwischendurch sah es allerdings so aus, als würde ausgerechnet ein deutsch-dänisches Abkommen von 1958 das Verbot aufhalten. Also haben wir weiter nachgehakt. Im September hat die Landesregierung schließlich auf unsere Kleine Anfrage bestätigt, dass sich die deutsch-dänische Kommission auf neue Regeln verständigt hat. Jetzt kommt auch aus Kopenhagen die offizielle Bestätigung: Ab dem kommenden Jahr soll Schluss sein mit grundberührender Fischerei in der Innenförde. Politik braucht manchmal einen verdammt langen Atem. Aber genau deshalb darf man bei solchen Themen nicht lockerlassen. Für die Förde ist das ein wichtiger Schritt. Weitere müssen folgen. Denn die Flensburger Förde endet nicht an der Grenze. Viele ihrer Probleme können wir deshalb nur gemeinsam 2
mit unseren dänischen Nachbarn lösen. Genau dafür steht der SSW: Wir bringen die Interessen auf beiden Seiten der Grenze zusammen, machen Druck, wo es hakt, und arbeiten an gemeinsamen Lösungen. Das Ende der Wildmuschelfischerei zeigt, was möglich ist, wenn Deutschland und Dänemark an einem Strang ziehen. So geht gelebte Grenzlandpolitik.“

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